25 Feb

Beginn der Frühjahrsarbeiten

Jetzt gibt es nur noch Winterportulak und Lauchzwiebeln aus dem Gewächshaus zu ernten. Alle anderen Wintergemüse sind verbraucht. Von jetzt an müssen wir auf die eingefrorenen Gemüse zurückgreifen. Weil wir im Laufe des letzten Jahres viele verschiedene Gemüse eingefroren haben, ist die Auswahl noch groß.

Vor einer Woche habe ich Lauchzwiebeln und danach Fleischtomaten für das Gewächshaus gesät. Sie sind schon gekeimt und können jetzt von der Heizung ans Fenster wechseln. Als nächstes müssen Auberginen und Paprika im Haus vorgezogen werden. Meine Freilandtomaten säe ich erst Ende März, sonst sind sie Mitte Mai schon zu groß und lassen sich schwer pflanzen.

Seit über einer Woche haben wir sehr sonniges und warmes Wetter; nachts friert es allerdings immer wieder mal. Dies ist ideal, um die anstehenden Arbeiten zu erledigen. Als erstes habe ich den Baum- und Strauchschnitt zu Ende gebracht. Wer sich über die Technik des Obstbaumschnitts informieren will, kann hier nachschlagen. Dann habe ich vor ein paar Tagen meine beiden Thermokomposter geleert. Der Schnellkompost daraus kommt zwischen die Stauden in der Blumenrabatte, auf die Baumscheiben und um die Beerensträucher (weiter…).

Abharken des Flächenkomposts im zeitigen Frühjahr

Zugekauften Dünger brauche ich dann nicht mehr. Früher habe ich den Kompost noch gesiebt. Inzwischen bin dafür zu faul geworden, weil ich festgestellt habe, dass auch der grobe Kompost bald nicht mehr zu sehen ist.

Heute habe ich mit dem Abräumen des Gemüsebeetes begonnen. Dazu harke ich die Reste des Flächenkompostes ab und lagere sie bis Mai in den Thermokompostern. Die Erde soll jetzt noch ein paar Tage abtrocknen und sich weiter erwärmen, bevor ich mit dem Einsäen beginne.

 

12 Feb

Vorfreude

Winterling im Februar

Ganz allmählich erwacht der Garten aus dem Winterschlaf. In den Blumenrabatten zeigen sich die ersten Frühlingsblumen: Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse. Mit Erstaunen habe ich gesehen, dass mehrere kleine Radicchio den Winter bisher überlebt haben. Manche Gemüsearten sind weniger frostempfindlich als man denkt. Unsere Ernte beschränkt sich jetzt auf Lauch, Pastinaken, Steckrüben, Grünkohl und Feldsalat. Daneben steht noch eine halbe Reihe Lauchzwiebeln im Gewächshaus.

Winterportulak

Anfang November habe ich noch Winterportulak ins Gewächshaus gesät, der jetzt bald erntereif ist. Die Samen keimen erst bei Temperaturen unter 12 Grad. Bei der Ernte schneidet man die Blätter mit der Schere ab und verwendet sie wie Feldsalat. Wenn er nachgewachsen ist, kann man erneut ernten. Winterportulak ist frischer im Geschmack als Feldsalat, reich an Mineralstoffen und nitratarm.

Inzwischen sind auch meine im Internet bestellten Samen eingetroffen. Ich habe dann gleich im Gewächshaus eine Reihe Schnittsalat gesät. Wir essen gern asiatische Nudelsuppen, und Lauchzwiebeln sind dabei ein fast obligatorischer Bestandteil. Als Ersatz nehmen wir zur Zeit auch sehr fein geschnittenen Lauch aus dem Beet. Aufgrund des Bedarfs und weil die Lauchzwiebeln im letzten Jahr erst im Juni groß genug waren, habe ich sie jetzt schon in ein Töpfchen mit Erde gesät und auf die Heizung gestellt. Sobald sie gekeimt sind, kommen sie ans Fenster. Jetzt freue ich mich darauf, Ende Februar mit dem Säen und Vorziehen der anderen Gemüse im Haus zu beginnen.

 

06 Feb

Anbauplanung

Das Wetter im Januar war ausnahmsweise so typisch, wie wir es erwarten, nämlich frostig mit Schnee, der zwischendurch auch wieder aufgetaut ist. In den nächsten Tagen soll es allerdings wärmer werden. Weil Bäume und Sträucher zu schneiden bei der Kälte kein Spaß macht, habe ich statt dessen meinen diesjährigen Anbauplan geschrieben (siehe Abbildung).

Er ist im wesentlichen derselbe wie im letzten Jahr. Allerdings sind alle Reihen um 25 cm weiter gewandert. Eine detaillierte Beschreibung dazu ist hier zu finden! Der Plan hat sich in den letzten Jahren bewährt und ist auf den Bedarf unseres zweiköpfigen Haushalts zugeschnitten.

Außerdem habe ich die alten Samentütchen gesichtet, die ich im letzten Jahr nicht verbraucht habe. Zuerst werfe ich alle Samen, die älter als 3 Jahre sind, in den Müll, sowie die restlichen  Karotten-, Pastinaken- und Petersiliensamen, weil sie in der Regel nur ein Jahr lang sicher keimfähig sind. Dann schreibe ich mir alle Samen auf, die ich nicht mehr habe und laut Anbauplan noch brauche. Diese kaufe ich dann bei einem biologischen Saatgutversand im Internet. Bei der Bestellung achte ich besonders darauf, dass es sich um samenfeste Sorten handelt. In den letzten Jahren werden immer mehr Samen von F1-Hybriden angeboten. Das ist die 1. Tochtergeneration von reinerbigen Elternpflanzen, die auf bestimmte Zuchtziele hin selektiert sind. Letztere orientieren sich aber meistens an den Wünschen der Erwerbsgärtner. Der Geschmack spielt dabei keine große Rolle, ist für mich aber sehr wichtig. Außerdem sind samenfeste Sorten preisgünstiger und die Tütchen mit F1-Hybriden enthalten auch nur wenige Samen. Die Gemüsesorten, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe, sind bei den einzelnen Gemüsen im Kapitel “Gemüse in Einzelportraits” genannt.

Weil wir in der letzten Zeit viel Kohl und Wurzelgemüse gegessen haben, brauchten wir eine Abwechselung und haben Gemüse aufgetaut, das wir im letzten Jahr eingefroren haben. Je weniger Gemüse noch im Beet ist, desto mehr muss in den nächsten Monaten auf die Tiefkühlung zurückgegriffen werden. Ende Mai wird die Kühltruhe leer sein.  Bis zum Spätherbst füllen wir sie dann mit den Ernteüberschüssen wieder auf.