30 Mai

Ende Mai

Nach den Eisheiligen ist im Gemüsegarten immer viel zu tun. Weil es in den letzten Tagen mehrmals ausgiebig geregnet hat, wird das Gemüse jetzt gut wachsen, obwohl der Mai bisher kühler als im letzten Jahr war. Die Fläche zwischen den Reihen, auf der Spinat stand,  habe ich  mit einer Schicht Mulch bedeckt. Die Vorteile des Mulchens sind im Kapitel “Bodenpflege: Kompostierung und Gründüngung” beschrieben (siehe hier!).

Unser Musterbeet Ende Mai

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die Arbeiten in den einzelnen Gemüsereihen des Anbauplans zusammenzufassen. Bevor ich dort arbeite, lege ich dazwischen Bretter aus, auf die ich treten kann. Dadurch vermeide ich, dass sich der Boden durch das Betreten des Mulchs verdichtet.

Reihe 1: Der Pflücksalat ist in 1 – 2 Wochen so weit, dass er sukzessive geentet werden kann. Bis dahin werden werden wir Kräuter für Salate verwenden, z.B. Zitronenmelisse, Sauerampfer, Gundermann, Rucola, Petersilie, Schnittlauch oder Basilikum aus dem Gewächshaus.

Reihe 2: Hier habe ich als Vorkultur vorgezogenen Brokkoli gepflanzt. Wenn er abgeerntet ist, werde ich dort Erbsen säen. Details zum Brokkoli-Anbau siehe hier!

Reihe 3: Die bereits im März direkt in die Reihe gesäten Lauchzwiebeln habe ich letzte Woche auf Abstände von  ca. 10 cm in einer Doppelreihe verzogen. “Verziehen” heißt, dass man die Pflänzchen, die zu dicht stehen, in die Lücken setzt, in denen zu wenige  gekeimt sind. Näheres zum Anbau von Lauchzwiebeln siehe hier!

Reihe 4: Die Zuckerschoten sind jetzt ungefähr 60 cm hoch und mit Rankhilfen versehen. Sie blühen bereits. Weiter zum Zuckerschotenanbau!

Reihe 5: Die Radieschen habe ich abgeerntet und die Karotten verzogen und in den Lücken nachgesät. Zum Karottenanbau siehe hier!

Reihe 6: Hier habe ich 3 Tomaten gepflanzt. Dazwischen muss noch Winterrettich gesät werden. Details zum Tomatenanbau siehe hier und zum Rettichanbau hier!

Reihe 7: Der Lauch ist bereits auf Abstände von 10 cm in Doppelreihe verzogen worden. Danach habe ich ein feinmaschiges Netz über einem Rahmen um die Pflanzen gelegt. Dies ist das einzige wirksame Mittel, um die Lauchmotte von der Eiablage an den Lauchpflanzen abzuhalten. Weiter siehe hier!

Reihe 8: Die Frühkartoffeln sind gut gewachsen und bereits vor 2 Woche angehäufelt worden. Zum Anbau von Kartoffeln siehe auch hier!

Reihe 9: Die Pastinaken müssen auf Abstände von ca. 20 cm verzogen werden. Näheres zu Pastinaken ist hier zu finden.

Reihe 10: Hier stehen 3 Tomaten. Dazwischen müssen noch Steckrüben gesät werden. Zum Steckrübenanbau siehe hier!

Reihe 11: Die ersten Frührettiche sind bereits reif und können geerntet werden. Der Mangold dazwischen ist schlecht gekeimt. Ihn muss ich nachsäen. Weiter zum Anbau von Mangold.

Reihe 12: Die Dicken Bohnen sind jetzt ca. 60 cm hoch und haben angefangen zu blühen. Die Pflanzen werden im Frühjahr praktisch immer von der schwarzen Bohnenlaus befallen. Ich bekämpfe sie nur insoweit, dass ich die Triebspitzen ausbreche. Details zum Anbau von Dicken Bohnen siehe hier!

Reihe 13: Karotten. Siehe Reihe 5!.

Reihe 14: Tomaten und Steckrüben. Siehe Reihe 10!

Reihe 15: Die im letzten Winter gesteckten Zwiebeln sind gut gewachsen. Einzelne können bei Bedarf bereits in der Küche verwendet werden. Komplett ernten wir die Reihe erst ab, wenn das Laub abknickt. Weiter zum Zwiebelanbau!

Reihe 16: Die vorgezogenen Frühkohlpflanzen haben sich bereits gut entwickelt. In 1 – 2 Wochen werden sie mit verdünnter Brennesseljauche nachgedüngt. Details zum Kohlanbau finden sich den Kapiteln “Blumenkohl, Rotkohl, Weißkohl und Wirsing.”

Reihe 17: Karotten. Siehe Reihe 5!

Reihe 18: 3 Tomaten. Dazwischen habe ich vorgezogenen Sellerie gepflanzt.

Reihe 19: Karotten. Siehe Reihe 5!

Reihe 20: Frühkartoffeln. Siehe Reihe 8!

Reihe 21: Wintersteckzwiebeln. Siehe Reihe 15!

 

14 Mai

Die Eisheiligen

Die letzte Woche war kühl und regnerisch. Pünktlich zum Ende der Eisheiligen ist jetzt aber wärmeres Wetter angesagt. Das heißt, wir können in den nächsten Tagen auch die wärmeliebenden Pflanzen ins Freie pflanzen.

Die am 30. April beschriebenen Arbeiten habe ich inzwischen alle durchgeführt. Unter anderem ist der meiste Spinat geerntet, und die Senfreihen sind abgehackt. Die Erbsen haben Rankhilfen und die Kartoffeln sind angehäufelt. Die dicken Bohnen habe ich mit Pfählen und Bindfäden so gesichert, dass sie bei Starkwind nicht umfallen. Noch geerntet werden müssen die letzten Radieschen.

Radieschen und Karotten im Mai

Danach kann ich die Karotten auf Abstände von ca. 10 cm vereinzeln und dort nachsäen, wo es Lücken gibt. Amseln und Drosseln hacken manchmal gern im Mulch herum und wühlen junge Saaten zu. Dann schütze ich die kleinen Pflänzchen mit zwei hochkant stehenden Brettern. Man kann natürlich auch ein Netz zum Schutz der Saaten nehmen. Weil es im Gewächshaus keine Nachtfröste gibt, habe ich Basilikum, Paprika, Auberginen und Gurken dort bereits Ende April eingepflanzt. Auch die Fleischtomaten lasse ich immer unter Glas wachsen, weil sie im Freien erst spät fruchten. Um die vorgezogenen Tomaten aus dem Gewächshaus, die für das Freiland vorgesehen sind abzuhärten, habe ich sie heute schon einmal draußen an einen windgeschützten Platz gesetzt.