15 Sep

Herbstgenüsse

Reifer Kohlrabi im September

Jetzt im September und Oktober ist die richtige Zeit, Knoblauch für die nächste Sommerernte zu pflanzen. Kaufen kann man die Knollen in Gärtnereien, die auch Zwiebeln von Tulpen und Narzissen anbieten. Es hat sich bewährt, sie in die Lücken zwischen den Erdbeerpflanzen zu stecken. Man braucht dann keine eigene Beetreihe dafür zu opfern. Vorher müssen wir die Knollen auseinander brechen. Dann graben wir ca. 6 cm tiefe Löcher, setzen die Zehen mit der Spitze nach oben hinein und schaufeln Erde darüber. Sie keimen zwar noch in diesem Jahr, stellen das Wachstum im Winter aber ein. Erst im Frühjahr beginnen die Zehen Knollen auszubilden.

Den Pflücksalat in der ersten Reihe haben wir inzwischen verbraucht. Auch die Erbsen sind geerntet und aufgenommen worden. Die Reihe muss ich jetzt noch gut durchhacken. Danach will ich versuchsweise noch Feldsalat und Radieschen einsäen. Wenn der Herbst weiter wärmer wie üblich bleibt, werden sie wahrscheinlich noch erntereif. In der Lauchzwiebelreihe gab es noch einige Pflänzchen, die so eng gestanden haben, dass sie nicht weiter gewachsen sind. Ich habe sie auf Abstände von 10 cm in Doppelreihe verzogen. Bis zum Spätherbst werden sie dick genug sein, um geerntet werden zu können.

Mitte September: Rosenkohl wird entspitzt

Der übrige Feldsalat, den ich bereits gesät hatte, ist an den meisten Stellen gut gekeimt. In die Lücken habe ich einige Samenkörner nachgesät. Von den Herbstsalaten sind jetzt der letzte Römersalat und der erste Zuckerhut reif geworden, während der Radicchio noch größere Köpfe bilden muss. Ein geniales saisonales Rezept ist die Zuckerhut-Lasagne, auf die wir uns in jedem Herbst von neuem freuen (siehe hier!).

Von den Mitte Mai gesäten und später in die Reihe gepflanzten Spätkohlarten wird zur Zeit als erstes der Kohlrabi reif und kann sukzessive geerntet werden. Er steht in der Reihe im Wechsel mit anderen Kohlarten und Sellerie. Indem der Kohlrabi geerntet wird, macht er Platz für die anderen Kohlpflanzen, die bis zum Spätherbst einen großen Abstand zu ihren Nachbarn brauchen. Den Rosenkohl habe ich entspitzt, wie neulich beschrieben.

07 Sep

Herbstanfang

Mit dem 1. September hat der meteorologische Herbst begonnen. Das Wetter war bisher noch überwiegend schön, es hat aber etwas abgekühlt. In den nächsten Tagen soll es regnen. Die Gemüse in den Beetreihen (siehe auch Anbauplan hier!) haben sich wie folgt entwickelt:

Reihe 1: Der Pflücksalat beginnt zu schießen und muss jetzt zügig verbraucht werden. Der Rettich ist noch nicht so weit.

Reihe 2: Die nach der Brokkoliernte gesäten Erbsen haben Schoten bebildet und sind jetzt entereif.

Reihe 3: Lauchzwiebeln wachsen immer wieder genügend nach, um bei Bedarf geentet werden zu können.

Reihe 4 und 12: Der Spätkohl ist gut gewachsen. Die Spitzen der Rosenkohlpflanzen kann man jetzt abschneiden. Durch das Entspitzen werden die Röschen zu stärkerem Wachstum angeregt. Wer die Spitzenblätter nicht in den Kompost geben will, kann sie wie Spinat verwenden, sie schmecken aber etwas anders. Beim Sellerie tragen wir um die Knollen herum etwas Erde ab, um die Wurzeldicke zu fördern.

Reihe 5, 13 und 19: In den Karottenreihen suchen wir weiter die dicksten heraus und ernten sie nach Bedarf.

Geplatzte Tomaten im September

Reihe 6, 10, 14 und 18: Die Freilandtomaten sind dank der überwiegend sonnigen Wetterlage noch weiter in der Ernte. Bei einigen Früchten sind Risse in der Schale entstanden (siehe Foto). Dies kann zwei Gründe haben: 1) Wenn die Tomaten überreif sind, platzen sie auf. 2) Bei stark unterschiedlichen Tages- und Nachtemperaturen kommt es zu Spannungsrissen, und zwar dadurch, dass sich die Haut stärker zusammen zieht als das Fruchtinnere. Zwischen den Tomaten wachsen auch noch Steckrüben und Winterrettich, die sich inzwischen gut entwickelt haben, nachdem sie anfangs schlecht gekeimt sind und nachgesät werden mussten. Reif zum Ernten sind sie erst ab dem Spätherbst.

Reihe 7: Der Lauch ist inzwischen ungefähr daumendick und durch ein feinmaschiges Netz vor Lauchfliegen geschützt. Erst im Spätherbst und Winter, wenn die Lauchzwiebeln verbraucht sind, wird er nach und nach geerntet.

Reihe 8: Von den Frühkartoffeln liegen die letzten noch im Lager. Der als Folgekultur gesäte Zuckerhut ist zur Zeit ca. 20 – 30 cm hoch.

Reihe 9: Die Pastinaken haben üppiges Laub gebildet, bisher aber nur dünne Pfahlwurzeln. Sie sind frühestens im Spätherbst erntereif.

Hochgeleitete Kürbispflanze Anfang September

Reihe 11: Der Mangold wächst so schnell, dass man ihn alle 2 Wochen ernten kann. Dazwischen hatte ich Knollenfenchel gepflanzt, der aufgenommen und verbraucht werden musste, weil er angefangen hat zu blühen. In die Lücken habe ich Radicchio, von dem Pflanzen in den Reihen 15 und 21 übrig waren, gepflanzt.

Reihe 15 und 21: Römersalat kann schon länger geerntet werden. Der Radicchio hat noch keine Köpfe gebildet.

Reihe 16: Die beiden Blumenkohlköpfe in der Frühkohlreihe sind in diesem Jahr spät reif geworden, so dass die danach gesäten Buschbohnen erst ca. 15 cm hoch sind.

Reihe 20: Der nach der Frühkartoffelernte gesäte Chinakohl hat schon Köpfe gebildet, muss aber noch weiter wachsen.

Auch in diesem Jahr habe ich wieder 2 Kürbispflanzen am südlichen Ende meiner Spalierobstreihe hochgeleitet, und dies mit gutem Erfolg (siehe Foto!). Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Planzen dafür kaum Platz beanspruchen.

Im Gewächshaus ernten wir weiter Fleischtomaten, Paprika, Gurken und Auberginen.