25 Nov

Erster Nachtfrost

In der letzten Woche gab es den ersten Nachtfrost. Dies ist immer ein markanter Wendepunkt im Gartenjahr, weil man sich jetzt überlegen muss, welche Gemüse geerntet und gelagert oder gleich gegessen werden sollten und welche noch im Beet bleiben können. Trotzdem ist dies kein Grund, in Hektik zu verfallen.

 

Das Gemüse in unserem Musterbeet Mitte November

Rasch ernten müssen wir nur den Sommersalat, falls noch welcher übrig ist. Von den Wintersalaten vertragen Radicchio und Endivien die ersten Fröste ganz gut, sollten aber in den nächsten Wochen verstärkt geerntet werden. Beim Zuckerhut ist bis minus 7 Grad kein Schaden zu erwarten. Am frostresistentesten ist der Feldsalat, der bis Februar im Beet bleiben kann. Weitere aktuell erntereife Gemüsearten sind Rettich, Karotten, Kopfkohl, rote Bete, Sellerie, und Steckrüben. Lauch, Pastinaken, Grünkohl und Rosenkohl sind nicht durch Frost gefährdet. Daher ernten wir sie erst, wenn die anderen Gemüse rar werden. Im Gewächshaus habe ich vor paar Tagen noch eine Asiasalatmischung und Winterportulak gesät.

Wenn ich manchmal im Winter durch unser Dorf gehe, stelle ich fest, dass in den meisten Gärten gar kein Gemüse angebaut wird. In den wenigen Gemüsebeeten ist oft alles abgeerntet bis auf einen Rest Feldsalat und eventuell ein paar Strünke Grünkohl und Lauch. Der Boden wurde wie in alten Zeiten grobschollig umgegraben. Wie unwirtlich muss unser Klima sein, dass der Garten in den Wintermonaten nicht mehr Gemüse zum Ernten bereit hält? Lange Frostperioden sind in den letzten Jahren immer seltener georden. Man sollte also nicht allzu viel Angst vor den ersten Frösten haben. Hier gilt: Probieren geht über Studieren. Selbst wenn einzelne Pflanzen mal erfrieren, müssen wir deswegen nicht verhungern. Aber wir haben etwas dazu gelernt. Wer Näheres über die Frostresistenz der einzelnen Gemüsearten erfahren will, schaut nach im Kapitel “Gemüse in Einzelportraits” .

 

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