{"id":2,"date":"2014-11-21T04:51:49","date_gmt":"2014-11-21T04:51:49","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress-4.0.1\/wordpress\/?page_id=2"},"modified":"2020-02-05T22:11:07","modified_gmt":"2020-02-05T21:11:07","slug":"gemueseanbau-in-mischkultur-grundlagen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/gemueseanbau-in-mischkultur-grundlagen\/","title":{"rendered":"Mischkultur: Viel Ertrag auf kleiner Fl\u00e4che"},"content":{"rendered":"<h5><strong>Es gibt viele gute Gr\u00fcnde, Gem\u00fcse im eigenen Garten anzubauen:<\/strong><\/h5>\n<ul>\n<li>Ernte und Verzehr k\u00f6nnen zum Zeitpunkt optimaler geschmacklicher Reife erfolgen.<\/li>\n<li>Wir k\u00f6nnen mit alten Sorten experimentieren, die vielleicht weniger Ertrag bringen, daf\u00fcr aber eine F\u00fclle an Geschmack und Aromen.<\/li>\n<li>Transport und Verpackung entfallen, in der Saison auch die Lagerung.<\/li>\n<li>Das Gem\u00fcse wird daher umweltfreundlich (weil CO2-arm) erzeugt.<\/li>\n<li>Die Verwendung von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden, wie im konventionellen gewerblichen Gem\u00fcseanbau \u00fcblich, kann vermieden werden.<\/li>\n<li>Wir leben gesund, weil wir automatisch mehr Gem\u00fcse essen, wenn wir es selbst erzeugen.<\/li>\n<li>Durch die regelm\u00e4\u00dfige Bet\u00e4tigung im Garten bleiben wir ohne aufwendiges Training fit.<\/li>\n<li>Im Garten finden wir Ruhe und Entspannung vom Alltag.<\/li>\n<li>Wir leben bewusst im nat\u00fcrlichen Rhythmus der Jahreszeiten.<\/li>\n<\/ul>\n<h5><strong>Vorbild Natur<\/strong><\/h5>\n<p>Vorbild f\u00fcr unseren Gem\u00fcseanbau ist die Natur. Dort finden sich nirgends offene Fl\u00e4chen. Alles ist mit Pflanzen bedeckt. \u00dcberall finden Umwandlungssprozesse statt. Pflanzen wachsen, bl\u00fchen und verrotten sp\u00e4ter wieder. Dadurch schaffen sie die Grundlage f\u00fcr neues Wachstum und ein Kreislauf von Werden und Vergehen entsteht. Pflanzen in der Natur brauchen keine D\u00fcngung von au\u00dfen. Die Nahrung, die sie ben\u00f6tigen, wird ihnen von anderen Pflanzen, die bereits verrottet sind, zur Verf\u00fcgung gestellt. Wenn man heute in einen Gartenmarkt geht, wird dort suggeriert, dass quasi jede Gem\u00fcse- oder Zierpflanze ihren eigenen D\u00fcnger braucht. Der Nutzen solcher D\u00fcngemittel ist gro\u00df, aber nur f\u00fcr die Firmen, die diese D\u00fcnger herstellen. Ziel unseres Kultursystems ist es, die Vorg\u00e4nge in der Natur nachzuahmen und keine k\u00fcnstliche D\u00fcngung von au\u00dfen zuzuf\u00fchren. Dies ist umweltfreundlich und schont den Geldbeutel (siehe auch das Kapitel <a href=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/kompostierung-und-duengung\/\">Bodenpflege, Kompostierung und Gr\u00fcnd\u00fcngung).<\/a><\/p>\n<h5><strong>Mischkultur:<\/strong><\/h5>\n<div id=\"attachment_5088\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/gemanfaug16-e1518709110582.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5088\" class=\"size-medium wp-image-5088\" src=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/gemanfaug16-e1518709110582-300x180.jpg\" alt=\"Reihenmischkultur im August\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/gemanfaug16-e1518709110582-300x180.jpg 300w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/gemanfaug16-e1518709110582-768x461.jpg 768w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/gemanfaug16-e1518709110582-1024x614.jpg 1024w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/gemanfaug16-e1518709110582.jpg 1245w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5088\" class=\"wp-caption-text\">Reihenmischkultur im August<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: left;\">Als Mischkultur bezeichnet man den gleichzeitigen Anbau von verschiedenen Gem\u00fcsearten auf demselben Beet. Das Gegenteil davon ist die Monokultur. Eine Mischkultur zusammen mit einem Fruchtwechsel im n\u00e4chsten Jahr hat verschiedene Vorteile: Da jedes Gem\u00fcse dem Boden andere N\u00e4hrstoffe entzieht, bleibt so die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten. Hinzu kommt, dass bei entsprechender Planung des Mischkulturbeetes gute Nachbarschaften gef\u00f6rdert und schlechte vermieden werden. Pflanzen scheiden Stoffwechselprodukte \u00fcber ihre Wurzeln aus und au\u00dferdem Duftstoffe \u00fcber ihre Bl\u00e4tter. Mit Hilfe dieser Stoffe k\u00f6nnen sie sich gegenseitig im Wachstum f\u00f6rdern, hemmen oder auch neutral verhalten. Gute oder schlechte Nachbarschaften wirken sich nur auf kurzer Distanz aus, d.h. in weniger als 50 cm Entfernung zur Nachbarpflanze. In einschl\u00e4gigen B\u00fcchern \u00fcber Mischkultur und auch im Internet werden oft zahlreiche gute und schlechte Nachbarschaften beschrieben. Das muss aber nicht immer stimmen. Boden, Klima und Sortenwahl spielen auch eine Rolle bei der Ausbildung dieser Eigenschaften. Deshalb muss jeder G\u00e4rtner in seinem Garten eigene Erfahrungen sammeln. Die Aufz\u00e4hlung hier spiegelt nur meine Erfahrung wieder, die ich im Laufe des Jahre gemacht habe:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><div class=\"su-note\"  style=\"border-color:#d6d8d8;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"background-color:#f0f2f2;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"info-box-row clearfix\" id=\"info-box-row-35\"> <div id=\"info-box-54\" class=\" ffs-two-one ffs-info-box center \" ><div class=\"ffs-icon-box\"><span class=\"ffs-icon-container\"><i class=\"fa fa-check-square-o\" style=\"background-color:#000; color:#fff; border-radius:50%; \"><\/i><\/span><\/div><div class=\"ffs-content-box\"><div class=\"infobox-title\" style=\"text-align:center; font-size:20px; text-transform: uppercase; \">G\u00fcnstige Nachbarschaften<\/div><div class=\"infobox-text\"  style=\"text-align:center; font-size:13px; \" >\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Bohnen<\/strong>: Kohl, Salate<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Erbsen:<\/strong> Kohl, Sellerie<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Gurken:<\/strong> Kohl, Sellerie<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Karotten:<\/strong> Zwiebeln<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Kartoffeln:<\/strong> Erbsen, Kohl, Dicke Bohnen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Kohl:<\/strong> Bohnen, Erbsen, Gurken, rote Bete, Mangold<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Pastinaken:<\/strong> Zwiebeln<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Salate:<\/strong> Bohnen, Gurken, Rettich, rote Bete, Mangold<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Tomaten:<\/strong> Petersilie, Sellerie, Rettich, Steckr\u00fcben <\/div><\/div><\/div> <div id=\"info-box-97\" class=\" ffs-two-one ffs-info-box center last\" ><div class=\"ffs-icon-box\"><span class=\"ffs-icon-container\"><i class=\"fa fa-check-square-o\" style=\"background-color:#000; color:#fff; border-radius:50%; \"><\/i><\/span><\/div><div class=\"ffs-content-box\"><div class=\"infobox-title\" style=\"text-align:center; font-size:20px; text-transform: uppercase; \">Ung\u00fcnstige Nachbarschaften<\/div><div class=\"infobox-text\"  style=\"text-align:center; font-size:13px; \" >\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Bohnen:<\/strong> Zwiebeln, Erbsen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Kartoffeln:<\/strong> Zwiebeln<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Kohl:<\/strong> Zwiebeln<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Salat:<\/strong> Petersilie<\/p>\n<p><strong>Tomaten:<\/strong> Rotkohl, rote Bete<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"clearfix\"><\/div><\/div><\/div>\n<p>Die Prinzipien, die hier beschrieben werden, gehen auf Gertrud Franck zur\u00fcck und Ihr Buch &#8222;Gesunder Garten durch Mischkultur&#8220;, das bereits 1980 erschienen ist und k\u00fcrzlich nach Bearbeitung von Brunhilde Bross-Burkhardt neu aufgelegt wurde. Dieses System ist von mir in mehr als drei Jahrzehnten erprobt, f\u00fcr meine Bed\u00fcrfnisse abgewandelt und weiter entwickelt worden.<\/p>\n<h5><strong>Musterbeet:<\/strong><\/h5>\n<div id=\"attachment_4254\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/gemmittemai17.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4254\" class=\"wp-image-4254\" src=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/gemmittemai17-205x300.jpg\" alt=\"Mischkultur-Musterbeet Mitte Mai\" width=\"300\" height=\"440\" srcset=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/gemmittemai17-205x300.jpg 205w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/gemmittemai17-768x1126.jpg 768w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/gemmittemai17-698x1024.jpg 698w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4254\" class=\"wp-caption-text\">Mischkultur-Musterbeet Mitte Mai<\/p><\/div>\n<p>Unser Musterbeet ist 2,70 m breit. Die Fl\u00e4che reicht aus f\u00fcr 20 &#8211; 21 Pflanzreihen. Ziel ist, \u00fcber das ganze Jahr hinweg\u00a0 das Gem\u00fcse f\u00fcr einen 2-Personen-Haushalt von diesem Beet zu ernten. Der Boden zwischen den Reihen ist gemulcht und wird nicht betreten. Wenn dies erforderlich wird, legen wir Bretter aus. Selbstverst\u00e4ndlich k\u00f6nnte man das Beet beliebig verl\u00e4ngern oder auch mehr als ein Beet in dieser Form anlegen. Der Gem\u00fcseanbau in Reihen ist deshalb vorteilhaft, weil er die Pflegearbeiten im Beet wesentlich vereinfacht.<\/p>\n<p><strong>Wichtige Merkmale der rollierenden Mischkultur:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Pflanzreihen in 50 cm Abstand, die in jedem Jahr exakt 25 cm weiter wandern (rollierend)<\/li>\n<li>Unterscheidung von Reihen mit hoch, mittelhoch und niedrig wachsenden Gem\u00fcsen<\/li>\n<li>Planung von Vor- und Nachkulturen und auch Zwischenkulturen<\/li>\n<li>Mulch zwischen den Reihen<\/li>\n<li>Ausnutzung g\u00fcnstiger, Vermeidung ung\u00fcnstiger Pflanzennachbarschaften<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">Verzicht auf feste Trittpfade<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Welche Vorteile hat dieses Konzept?<\/strong><\/p>\n<p>Man muss nur einmal einen Anbauplan erstellen und kann dann jedes Jahr nach einem nur wenig abgewandelten Plan s\u00e4en und pflanzen. Es l\u00e4sst sich also leicht in die Praxis umsetzen, auch wenn es auf den ersten Blick kompliziert erscheint. Durch das fortw\u00e4hrende Mulchen zwischen den Reihen bleibt der Boden feucht, das hei\u00dft, die Pflanzen m\u00fcssen kaum gegossen werden. Die untere Mulchschicht kompostiert bereits bis zum Herbst. D\u00fcnger m\u00fcssen wir bei ausreichendem Mulchen nicht zukaufen. Die Pflanzen bekommen ausreichend Licht und N\u00e4hrstoffe und sind daher robust und wenig anf\u00e4llig f\u00fcr Krankheiten und Sch\u00e4dlinge. Schlie\u00dflich entf\u00e4llt das Umgraben im Herbst oder Fr\u00fchjahr. N\u00e4heres zu Kompostierung und D\u00fcngung siehe<a href=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/kompostierung-und-duengung\/\">\u00a0<span style=\"color: #ff0000;\">hier!<\/span><\/a><br \/>\nEin wichtiger Punkt ist auch, dass immer wieder nur kleinere Mengen an Gem\u00fcse anfallen, die dann frisch verbraucht werden k\u00f6nnen. Wenn doch einmal mehr anf\u00e4llt, als man verzehren kann, wird es blanchiert und eingefroren oder anders konserviert. Das wichtigste Argument f\u00fcr diese Art der Mischkultur ist, dass man auf kleiner Fl\u00e4che einen hohen Ertrag erwirtschaftet und dies zudem in einer gro\u00dfen Gem\u00fcsevielfalt.<\/p>\n<h5><strong>Vorteile der rollierenden Mischkultur auf einen Blick:<\/strong><\/h5>\n<ul>\n<li>Leichte Umsetzung in die Praxis<\/li>\n<li>Geringer Wasserverbrauch<\/li>\n<li>Weniger Sch\u00e4dlinge<\/li>\n<li>Hacken und Umgraben entf\u00e4llt<\/li>\n<li>Kontinuierliche Ernte<\/li>\n<li>Hoher Ertrag auf kleiner Fl\u00e4che<\/li>\n<li>Gro\u00dfe Gem\u00fcsevielfalt<\/li>\n<\/ul>\n<h5><strong><a href=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Gem\u00fcseanbauplan20.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-8778\" src=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Gem\u00fcseanbauplan20-699x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"586\" srcset=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Gem\u00fcseanbauplan20-699x1024.jpg 699w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Gem\u00fcseanbauplan20-205x300.jpg 205w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Gem\u00fcseanbauplan20-768x1125.jpg 768w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Gem\u00fcseanbauplan20.jpg 1329w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Anbauplan f\u00fcr unsere Reihenmischkultur:<\/strong><\/h5>\n<p>Bevor man im Fr\u00fchjahr mit dem Eins\u00e4en beginnt, braucht man einen Anbauplan. Der aktuelle Plan unseres Musterbeetes ist hier abgebildet:<\/p>\n<p>Die verschieden farbigen Reihen haben folgende Bedeutung:<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Rote Reihen:<\/strong>\u00a0<\/span> hoch wachsend, Mittel-, Starkzehrer: z.B. Kohl, Tomaten, Gurken, Erbsen, Stangenbohnen<\/p>\n<p><span style=\"color: #339966;\"><strong>Gr\u00fcne Reihen:<\/strong> <\/span>mittelhoch wachsend, Mittel-, Starkzehrer: z.B. Kartoffeln, Kohl, Kohlrabi<\/p>\n<p><span style=\"color: #3366ff;\"><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>B<\/strong><\/span><strong>laue Reihen: <\/strong><\/span>klein wachsend, Schwach-und Mittelzehrer: z.B. Salate, Zwiebeln, Lauch,\u00a0 Buschbohnen, Karotten, Fenchel, Kohlrabi, rote Beete, Radieschen, Rettich, Steckr\u00fcben<\/p>\n<p>Vor- und Nachkulturen sind im Anbauplan durch Komma getrennt.<\/p>\n<p>Mit\u00a0 Plus (+) verbunden sind Gem\u00fcsearten, die im Wechsel miteinander in derselben Reihe angebaut werden (Zwischenkultur).<\/p>\n<p><strong>Wichtig:<\/strong> Das Gelingen der rollierenden Mischkultur ist davon abh\u00e4ngig, dass au\u00dfer Spinat im Fr\u00fchjahr <span style=\"text-decoration: underline;\">nie<\/span> Gem\u00fcse zwischen den Reihen ges\u00e4t oder gepflanzt, sondern dass dort nur gemulcht wird.<\/p>\n<p><strong>Die jeweils aktuellen Arbeiten im Verlauf des Gartenjahres sind im <span style=\"color: #000000;\">Gem\u00fcse-Blog <\/span>beschrieben<\/strong>.<\/p>\n<h5><strong>\u00a0Arbeiten im zeitigen Fr\u00fchjahr:<\/strong><\/h5>\n<p>Anfang M\u00e4rz m\u00fcssen die Mulchreste auf dem Gem\u00fcsebeet komplett entfernt und zwischengelagert werden. Danach stecken wir die Markierungsst\u00e4be f\u00fcr die Reihen neu, und zwar so, dass jede Reihe um 25 cm weiter wandert (Anbauplan siehe oben). Die Gem\u00fcse werden also in diesem Jahr dort wachsen, wo im letzten Jahr der Boden durch die Fl\u00e4chenkompostierung des Mulchs verbessert wurde. Wenn wir ca. Mitte M\u00e4rz (je nach Witterung) mit den ersten Einsaaten beginnen, s\u00e4en wir <strong>Spinat<\/strong> in einer Linie zwischen alle Reihen. Dieser l\u00e4uft schnell auf, und man kann ihn bereits ab Ende April in der K\u00fcche verwenden. Die Reste werden dann abgehackt und bilden die erste Mulchschicht.<\/p>\n<p>In alle Reihen, die im zeitigen Fr\u00fchjahr nicht einges\u00e4t oder bepflanzt werden k\u00f6nnen, weil die Gem\u00fcse zu k\u00e4lteempfindlich sind, s\u00e4e ich als <strong>Vorkultur Senf<\/strong> ein. Dieser wird abgehackt, sobald er ca. 20 cm hoch ist und dient als D\u00fcngung f\u00fcr das sp\u00e4ter in den Reihen wachsende, starkzehrende Gem\u00fcse,\u00a0 nach unserem Anbauplan Tomaten.<\/p>\n<p><strong>Hochbeet:\u00a0 <\/strong>In den letzten Jahren sind Hochbeete sehr in Mode gekommen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Wenn das Beet auf die richtige K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe ausgelegt wird, muss man sich bei Aussaat, Pflege und Ernte nicht b\u00fccken. Andererseits sollten die Nachteile nicht au\u00dfer acht bleiben. Ein Hochbeet muss erst einmal gebaut werden. Weil es von allen Seiten zug\u00e4nglich sein muss, ist auch die Anlage eines Weges als Umrandung unumg\u00e4nglich. Dies verbraucht nat\u00fcrlich zus\u00e4tzliche Fl\u00e4che, die f\u00fcr den Anbau nicht genutzt werden kann. Insgesamt reicht die geringe Ausdehnung nur, um gelegentlich ein wenig Gem\u00fcse zu ernten. Sich kontinuierlich das ganze Jahr \u00fcber mit eigenem Gem\u00fcse zu versorgen, ist damit nicht m\u00f6glich. Wer trotzdem ein Hochbeet bauen will, sollte es mit gewachsenem Boden f\u00fcllen und nicht die \u00fcblicherweise beschriebene Schichtung w\u00e4hlen. Andernfalls verbraucht das Beet im Sommer sehr viel Wasser und man muss jedes Jahr eine neue Deckschicht einf\u00fcllen, weil der Boden infolge der Verottung der unteren Bodenanteile nach unten sackt.<\/p>\n<p>Egal, welche Anbauweise man favorisiert, generell gilt:<\/p>\n<p><strong>G\u00e4rtnern lernt man nur, indem man es tut!<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/\">zur\u00fcck!<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/kompostierung-und-duengung\/\">weiter zu Bodenpflege, Kompostierung und Gr\u00fcnd\u00fcngung!<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt viele gute Gr\u00fcnde, Gem\u00fcse im eigenen Garten anzubauen: Ernte und Verzehr k\u00f6nnen zum Zeitpunkt optimaler geschmacklicher Reife erfolgen. Wir k\u00f6nnen mit alten Sorten experimentieren, die vielleicht weniger Ertrag bringen, daf\u00fcr aber eine F\u00fclle an Geschmack und Aromen. Transport und Verpackung entfallen, in der Saison auch die Lagerung. 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