{"id":7999,"date":"2019-08-18T20:51:59","date_gmt":"2019-08-18T18:51:59","guid":{"rendered":"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/?page_id=7999"},"modified":"2019-08-27T10:48:56","modified_gmt":"2019-08-27T08:48:56","slug":"tomaten-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/tomaten-2\/","title":{"rendered":"&#8211; Tomaten"},"content":{"rendered":"\n<p>Tomaten geh\u00f6ren zu den Nachtschattengew\u00e4chsen, wie z.B. auch Kartoffeln, Paprika und Auberginen. Sie stammen urspr\u00fcnglich aus Mittel- und S\u00fcdamerika und wurden zuerst im 16. Jahrhundert in italienischen Schriften beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"246\" height=\"300\" src=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/tomaten1-246x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2984\" srcset=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/tomaten1-246x300.jpg 246w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/tomaten1.jpg 355w\" sizes=\"auto, (max-width: 246px) 100vw, 246px\" \/><figcaption>Stabtomaten im Juli<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Tomaten sind das Lieblingsgem\u00fcse vieler Hobbyg\u00e4rtner. Es gibt mehrere tausend Sorten, und zwar in vielen Farben, Gr\u00f6\u00dfen und mit ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Im Supermarkt findet man nur wenige Sorten, die auch in der Hauptsaison oft fade schmecken. Dem Handel kommt es vor allem darauf an, dass die Tomaten m\u00f6glichst lange transport- und lagerf\u00e4hig sind. Deshalb werden sie im Erwerbsanbau oft unreif gepfl\u00fcckt. Der Geschmack spielt hier nur eine Nebenrolle. Wer sich damit nicht zufrieden geben will, sucht sich zun\u00e4chst verschiedene Sorten nach Gusto aus und zieht sie im zeitigen Fr\u00fchjahr vor. Nach mehreren Jahren wird jeder die Sorten gefunden haben, die ihm am meisten zusagen. Tomaten werden nach Form und Gr\u00f6\u00dfe der Frucht und nach Wuchs in mehrere Gruppen eingeteilt:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stabtomaten: <\/strong>mittelgro\u00dfe Frucht, fr\u00fch reifend,  St\u00fctzen und Ausgeizen erforderlich, z.B. Berner Rose (alte Schweitzer Sorte)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Cocktailtomaten: <\/strong>kleine Frucht, fr\u00fch reifend, St\u00fctzen und Ausgeizen erforderlich, z.B. Black Plum, Bistro<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Buschtomaten<\/strong> (syn. Strauchtomaten): kleine Frucht, fr\u00fch reifend, St\u00fctzen empfehlenwert, Ausgeizen nicht erforderlich, z.B. Patio<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fleischtomaten: <\/strong>gro\u00dfe Frucht mit wenigen Samen, sp\u00e4t reifend, St\u00fctzen und Ausgeizen erforderlich,&nbsp;z.B. Ochsenherz, Marmande<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eiertomaten:<\/strong> syn. Roma-Tomaten, eif\u00f6rmige Frucht mit wenigen Samen, sp\u00e4t reifend, St\u00fctzen und Ausgeizen erforderlich, z.B. Roma, San Marzano<\/p>\n\n\n\n<p><strong>G\u00fcnstige Nachbarn<\/strong> sind Sellerie, Steckr\u00fcben, Rettich, Kohlrabi, Salate und Ringelblumen, <strong>ung\u00fcnstig<\/strong> sind Kartoffeln und Rotkohl.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/tomatenpflanze-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"282\" height=\"433\" src=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/tomatenpflanze-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3547\" srcset=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/tomatenpflanze-1.jpg 282w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/tomatenpflanze-1-195x300.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 282px) 100vw, 282px\" \/><\/a><figcaption>Tomaten: Schnitt und Ausgeizen von Seitentrieben<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Kartoffeln sollten nicht in unmittelbarer N\u00e4he von Tomaten gepflanzt werden, weil sie im Herbst die Braunf\u00e4ule \u00fcbertragen k\u00f6nnen. Deshalb werden in unserem Musterbeet nur Fr\u00fchkartoffeln angebaut, die Ende Juni bereits abgeerntet sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anbau:<\/strong> Tomaten sind nicht ganz einfach zu z\u00fcchten, wenn man einen optimalen Ertrag erwirtschaften m\u00f6chte. Ges\u00e4t werden sie Anfang M\u00e4rz im Haus und auf der Fensterbank vorgezogen. An die Regel, sie erst nach den Eisheiligen (11. &#8211; 14. Mai) ins Freie zu pflanzen, sollte man sich schon halten. Bei Anbau im Gew\u00e4chshaus ist dies auch fr\u00fcher m\u00f6glich. Der Pflanzabstand muss mindestens 60 cm betragen. Ich pflanze sie immer so tief wie m\u00f6glich, weil sie am unteren Teil des Stammes dann zus\u00e4tzliche Wurzeln bilden. Nach dem Pflanzen werden sie gro\u00dfz\u00fcgig mit verd\u00fcnnter Brennnesseljauche angegegossen (zur Herstellung <a href=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/kompostierung-und-duengung\/\">siehe hier<\/a>!). Als Voraussaat s\u00e4e ich meist Mitte M\u00e4rz Senf als Gr\u00fcnd\u00fcngung in die Reihen, in die sp\u00e4ter die Tomaten kommen.\u00a0 Den Senf hacke ich ab, bevor ich die Tomaten setze. Sp\u00e4ter s\u00e4e ich zwischen die Tomatenpflanzen Rettich oder Steckr\u00fcben oder ich pflanze dort vorgezogenen Sellerie. Tomaten lieben, wie wir wissen, sonniges warmes Wetter, gleichzeitig aber einen feuchten n\u00e4hrstoffreichen Boden. Daher ist gutes Mulchen sehr vorteilhaft, man muss dann nur nach mehreren Wochen trockenheit  gie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist auch, dass die Bl\u00e4tter weder den Boden (siehe Abb. nebenan, blaue Pfeile) noch Nachbarpflanzen ber\u00fchren. Seitentriebe m\u00fcssen konsequent ausgebrochen werden (rote Pfeile). Der G\u00e4rtner bezeichnet dies als &#8222;ausgeizen&#8220;. Damit will man verhindern, dass die Pflanze zu viel Kraft in das Wachstum der Blattmasse steckt.\u00a0Eine Ausnahme bilden hier die Buschtomaten. Sie m\u00fcssen nicht ausgegeizt werden. Nach 5 Fruchtst\u00e4nden wird auch der Spitzentrieb ausgebrochen, weil die Bl\u00fcten im Sp\u00e4tsommer nicht mehr ausreifen k\u00f6nnen. Ziel ist es dann, noch m\u00f6glichst viele Fr\u00fcchte zur Reife zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><a href=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/tomatenbraunfaeule.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"237\" src=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/tomatenbraunfaeule-300x237.jpg\" alt=\"Beginnende Braunf\u00e4ule an einer Blattspitze\" class=\"wp-image-2850\" srcset=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/tomatenbraunfaeule-300x237.jpg 300w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/tomatenbraunfaeule-768x606.jpg 768w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/tomatenbraunfaeule-1024x808.jpg 1024w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/tomatenbraunfaeule.jpg 1055w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>Beginnende Braunf\u00e4ule an einer Blattspitze<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Kalten Regen und das \u00fcber l\u00e4ngere Zeit m\u00f6gen Tomaten gar nicht. Solche Perioden kommen vor allem im Fr\u00fchjahr und im Herbst bei uns vor. Sie bereiten den Boden f\u00fcr die gef\u00fcrchtete<strong> Braunf\u00e4ule<\/strong>. Der Erreger ist ein Pilz, der dann angreift, wenn die Pflanze durch das ung\u00fcnstige Wetter geschw\u00e4cht ist. Befallen werden zuerst immer die Blattspitzen (siehe Foto). Sie verf\u00e4rben sich erst gelb und werden dann braun. Die Pilzsporen befinden sich im Boden und werden zun\u00e4chst durch spritzende Regentropfen auf die unteren Bl\u00e4tter \u00fcbertragen. Danach bef\u00e4llt der Pilz den Stamm und die Fr\u00fcchte. Zur Vorbeugung ist folgendes zu empfehlen: Sobald die Pflanze gro\u00df genug ist (ca. 140 cm), entfernt man die unteren Bl\u00e4tter. Vorher wird schon durch Mulchen das Aufspritzen von Regenwasser vom Boden reduziert. Wenn die Braunf\u00e4ule einmal ausgebrochen ist, kann man das Fortschreiten nur noch eind\u00e4mmen, indem man die erkrankten Teile abschneidet. Wenn die beschriebenen vorbeugenden Ma\u00dfnahmen alle beachtet wurden, ist nicht garantiert, dass die Tomaten keine Braunf\u00e4ule bekommen. Aber sie wird die Pflanzen erst im Herbst befallen, wenn der gr\u00f6\u00dfte Teil der Tomaten bereits abgeerntet ist. In den letzten Jahren sieht man h\u00e4ufiger, dass Tomaten unter einem Schutzdach gezogen werden. Dies ist ebenfalls eine gute Ma\u00dfnahme, um der Braunf\u00e4ule vorzubeugen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Samengewinnung:<\/strong> Bei Tomaten ist es sehr einfach, Samen zu gewinnen und die Pflanzen daraus selbst zu ziehen. Ratsam ist dies allerdings nur bei samenfesten Sorten. F1-Hybride sind daf\u00fcr nicht geeignet. Man sucht sich kr\u00e4ftige reich tragende Pflanzen aus, entnimmt den vollreif geernteten Fr\u00fcchten die Kerne mit der umgebenden Gallertschicht und gibt sie in ein Glas. Dann gibt man etwas Wasser und eine Prise Zucker hinzu, um die Fl\u00fcssigkeit zum G\u00e4ren zu bringen. Das Glas muss abgedeckt (aber nicht verschlossen) ca. 1- 2 Tage an einem warmen Ort stehen, bis die Kerne zu Boden sinken (gelegentlich umr\u00fchren). Danach werden sie in einem Sieb mit klarem Wasser gesp\u00fclt und auf K\u00fcchenpapier getrocknet. Bis zur Aussaat im n\u00e4chsten M\u00e4rz lagern wir sie k\u00fchl in einem verschlossenen Glas.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ernte und Lagerung:&nbsp; <\/strong>Tomaten aus dem Garten sollten vollreif geerntet werden, weil sie so am besten schmecken. Vollreif sind sie dann, wenn sie weich sind. Sie k\u00f6nnen theoretisch ca. 1 &#8211; 2 Wochen im Gem\u00fcsefach des K\u00fchlschranks aufbewahrt werden, verlieren dann aber an Geschmack. Deshalb sollten sie bei Zimmertemperatur lagern. Zum Einfrieren sind sie als rohe Fr\u00fcchte wenig geeignet, weil sie dann w\u00e4sserig werden und an Geschmack verlieren. Wer mehr Tomaten erntet, als er verbrauchen kann, muss sie verarbeiten, z.B. zu einer Tomatenso\u00dfe, die man sterilisieren oder einfrieren kann (<a href=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/tomaten\/\">siehe hier!<\/a>). Wer sich das ganze Jahr \u00fcber mit Tomatenso\u00dfe (beim Kochen vielf\u00e4ltig einsetzbar) versorgen will, braucht ca. 12 &#8211; 14 Pflanzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kochrezepte<\/strong> mit Tomaten sind <a href=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/tomaten\/\">hier<\/a> zu finden!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/gemuese-portraits\/\"> zur\u00fcck!<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tomaten geh\u00f6ren zu den Nachtschattengew\u00e4chsen, wie z.B. auch Kartoffeln, Paprika und Auberginen. Sie stammen urspr\u00fcnglich aus Mittel- und S\u00fcdamerika und wurden zuerst im 16. Jahrhundert in italienischen Schriften beschrieben. Tomaten sind das Lieblingsgem\u00fcse vieler Hobbyg\u00e4rtner. Es gibt mehrere tausend Sorten, und zwar in vielen Farben, Gr\u00f6\u00dfen und mit ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. 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