{"id":8054,"date":"2019-08-20T22:59:20","date_gmt":"2019-08-20T20:59:20","guid":{"rendered":"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/?page_id=8054"},"modified":"2019-10-19T15:01:15","modified_gmt":"2019-10-19T13:01:15","slug":"pflaumen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/pflaumen\/","title":{"rendered":"&#8211; Zwetschgen"},"content":{"rendered":"\r\n<div class=\"wp-block-image\">\r\n<figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8321\" src=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/zwetschgen4-781x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"333\" height=\"436\" srcset=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/zwetschgen4-781x1024.jpg 781w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/zwetschgen4-229x300.jpg 229w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/zwetschgen4-768x1007.jpg 768w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/zwetschgen4.jpg 1059w\" sizes=\"auto, (max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/>\r\n<figcaption>Ersinger Fr\u00fchzwetschgen im August<\/figcaption>\r\n<\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Historie:<\/strong> Zwetschgen sind botanisch gesehen eine Unterart der Pflaumen, \u00e4u\u00dferlich aber kleiner, au\u00dferdem dunkelblau, l\u00e4nglich-oval mit Bauchnaht, und sie l\u00f6sen sich leicht vom Stein. Echte Kulturpflaumen werden in Deutschland kaum angebaut. Sie sind gro\u00df und rund, wenig geschmacksintensiv und finden sich bei uns praktisch nur in Superm\u00e4rkten, wohin sie vor allem aus S\u00fcdeuropa und China importiert werden. Alten Quellen zufolge wurden Pflaumen bereits im Altertum in Syrien gez\u00fcchtet. Alexander der Gro\u00dfe soll sie von seinen Kriegsz\u00fcgen nach Rom gebracht haben, von wo aus sie im Mittelalter von M\u00f6nchen im \u00fcbrigen Europa verbreitet wurden. Wie, wann und wo sie zu den Zwetschgen weiter gez\u00fcchtet wurden, ist unklar. Die erste Zwetschgensorte taucht namentlich erst im 19. Jahrhunder in B\u00fchl auf (&#8222;B\u00fchler Hauszwetschge&#8220;) und stammt von einem Zufallss\u00e4mling. Ebenso verh\u00e4lt es sich bei der &#8222;Ersinger Fr\u00fchzwetschge&#8220;, die als neue Sorte 1896 auf einer Obstausstellung in Baden-Baden erstmals gezeigt wurde.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Sorten:<\/strong> Die Ersinger Fr\u00fchzwetschke ist auch heute noch eine Sorte, die in unserer Region h\u00e4ufig vorkommt. Weitere alte Sorten sind die &#8222;Hauszwetschge&#8220; und &#8222;Wangenheims Fr\u00fchzwetschge&#8220;, die aber als Scharka-anf\u00e4llig gelten (siehe unten). Neben den alten Z\u00fcchtungen sind in den letzten Jahrzehnten eine Reihe von neuen Sorten auf den Markt gekommen (<a href=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/aktivitaeten\/\">siehe Kern- und Steinobst: Sortenliste!<\/a>). Besonders interessant ist &#8222;Jojo&#8220;, eine Z\u00fcchtung der Universit\u00e4t Hohenheim, die 1999 in den Handel gebracht wurde. Erw\u00e4hnenswert ist sie deshalb, weil sie als einzige Sorte Scharka-resistent ist und au\u00dferdem noch selbstfruchtbar.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Pflege, Ernte und Lagerung<\/strong>: Aus alten Sorten lassen sich Zwetschgen auch unveredelt aus Samen oder Wurzeltrieben ziehen, sind dann aber sehr w\u00fcchsig und eignen sich nur f\u00fcr gro\u00dfe Hausg\u00e4rten und Streuobstwiesen. Diese Hochst\u00e4mme werden wie Apfel- und Birnenb\u00e4ume geschnitten (<a href=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/obstbaumschnitt\/\">siehe Obstbaumschnitt!<\/a>). F\u00fcr den kleinen Hausgarten ist allerdings eine schwach wachsende Unterlage besser geeignet, auf der sich der Baum als Spindel erziehen l\u00e4sst. Dieser hat auch den Vorteil, dass er nicht zur Bildung von Ausl\u00e4ufern neigt. Die Ernte erfolgt je nach Sorte von Ende Juli bis September. Halbreife, noch nicht ganz dunkelblaue Fr\u00fcchte lassen sich gut als Kuchenauflage verwenden. Man kann sie auch lagern, bis sie voll reif sind. Au\u00dferdem lassen sich Zwetschgen sich gut einfrieren und irgendwann sp\u00e4ter nach dem Auftauen weiter verarbeiten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Sch\u00e4dlinge und Krankheiten:<\/strong> Die bedeutenste Zwetschgenkrankheit in Deutschland ist <em>Scharka<\/em>, die durch Viren hervorgerufen und durch L\u00e4use \u00fcbertragen wird. Sie f\u00fchrt zuerst zu Blattverf\u00e4rbungen und dann zum Befall der unreifen Fr\u00fcchte (Fruchtmumien), die in der Folge vorzeitig vom Baum fallen. Die Scharkaviren lassen sich bisher nicht direkt bek\u00e4mpfen. Bemerkt man den Befall fr\u00fchzeitig, kann man nur durch mehrmaliges Spritzen versuchen, gegen die L\u00e4use vorzugehen, um die Krankheit einzud\u00e4mmen. Bei einer Neupflanzung ist es ratsam, eine scharkawiderstandsf\u00e4hige Zwetschgensorte auszuw\u00e4hlen (siehe Obstbaumsortenliste!). Ein weiterer wichtiger Sch\u00e4dling der Zwetschgen ist der <em>Pflaumenwickler<\/em>. Hierbei handelt es sich \u00e4hnlich wie beim Apfelwickler um Falter, die einzelne Eier auf den jungen Fr\u00fcchten ablegen. Daraus schl\u00fcpfen Maden, die sich in das Fruchtfleisch bohren. Aus den Maden werden wieder Falter, und der Kreislauf beginnt von neuem. Im Herbst verpuppen sich die Maden der letzten Generation und verbringen so den Winter in Stammritzen und auf dem Boden in Stammn\u00e4he. Zur Bek\u00e4mpfung stehen mehrere M\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung. Einmal sollte man bei einer Neupflanzung keine sp\u00e4treife Sorte w\u00e4hlen. Bereits befallenen Fr\u00fcchte lassen sich vom Baum sch\u00fctteln und entsorgen, bevor die Maden sich verpuppen. Au\u00dferdem kann man die Zahl \u00fcberwinternder Larven reduzieren, indem man von Juni bis September einen Wellpappering um den Stamm legt und danach vernichtet. Bew\u00e4hrt hat sich auch, Pheromonfallen aufzuh\u00e4ngen, um den Falterflug zu \u00fcberwachen. Im positiven Fall k\u00f6nnen dann Spritzungen mit Bacillus-thuringiensis-Pr\u00e4paraten durchgef\u00fchrt werden, die die Maden abt\u00f6ten.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Rezepte mit Zwetschgen <a href=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/zwetschgen-rezepte\/\">siehe hier!<\/a><\/p>\r\n<hr \/>\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/steinobst\/\">Zur\u00fcck!<\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Historie: Zwetschgen sind botanisch gesehen eine Unterart der Pflaumen, \u00e4u\u00dferlich aber kleiner, au\u00dferdem dunkelblau, l\u00e4nglich-oval mit Bauchnaht, und sie l\u00f6sen sich leicht vom Stein. Echte Kulturpflaumen werden in Deutschland kaum angebaut. 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