{"id":8197,"date":"2019-08-27T15:31:54","date_gmt":"2019-08-27T13:31:54","guid":{"rendered":"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/?page_id=8197"},"modified":"2020-04-12T22:55:46","modified_gmt":"2020-04-12T20:55:46","slug":"pfirsiche","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/pfirsiche\/","title":{"rendered":"&#8211; Pfirsiche"},"content":{"rendered":"\r\n<div id=\"attachment_8885\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/pfirsichbl\u00fcten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8885\" class=\"wp-image-8885 size-medium\" src=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/pfirsichbl\u00fcten-215x300.jpg\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/pfirsichbl\u00fcten-215x300.jpg 215w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/pfirsichbl\u00fcten-768x1073.jpg 768w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/pfirsichbl\u00fcten-733x1024.jpg 733w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/pfirsichbl\u00fcten.jpg 1576w\" sizes=\"auto, (max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8885\" class=\"wp-caption-text\">Pfirsichbl\u00fcte im Fr\u00fchjahr<\/p><\/div>\r\n<p><strong>Historie:<\/strong> Pfirsiche gelten botanisch gesehen als Pflanzenart der Gattung Pflaumen. Mit ihrer Zucht wurde bereits vor mindestens 6000 Jahren in China begonnen. Die Pflanzen gelangten dann wie oft bei unseren Obstarten \u00fcber Persien und Griechenland nach Italien. Der Name stammt vom lateinischen Wort &#8222;Persica&#8220; ab, das im Mittelhochdeutschen zu &#8222;Pfersich&#8220; wurde. Von Rom aus verbreitete sich ihr Anbau auch in den mitteleurop\u00e4ischen L\u00e4ndern.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Pfirsiche anzubauen ist in unserer Region zwar nicht die Regel, trotzdem ist es lohnenswert, sich damit zu befassen, weil einige Sorten auch in unserer Gegend sehr gut gedeihen. Die Fr\u00fcchte werden wegen ihres unvergleichlich s\u00fc\u00dfen Geschmacks und des saftig-weichen Fruchtfleisches sehr gesch\u00e4tzt. Sie sind je nach Sorte 5 &#8211; 10 cm gro\u00df, innen wei\u00df bis hellgr\u00fcn, gelb oder rot und haben eine samtig behaarte Schale. Im Handel wird oft auch eine Variet\u00e4t mit glatter Schale angeboten, die dann als &#8222;Nektarine&#8220; bezeichnet wird. Kommerzielle Anbaugebiete in Deutschland gibt es in den Weinbaugebieten von Hessen und in der Dresdener Gegend. Der weltweit gr\u00f6\u00dfte Exporteur ist China. Die meisten Pfirsiche bei uns im Handel stammen aus Spanien und Italien.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Sorten:<\/strong> Fast alle Pfirsichsorten sind selbstfruchtbar. F\u00fcr den Anbau in unserer Region sollten wir auf einheimische Z\u00fcchtungen zur\u00fcckgreifen, weil sie das rauhere Klima und die h\u00f6heren Niederschlagsmengen hierzulande gew\u00f6hnt sind. Eine alte Sorte ist der &#8222;Kernechte vom Vorgebirge&#8220;. Er ist robust und widerstandsf\u00e4hig gegen die Kr\u00e4uselkrankheit (siehe unten!). Der Name erinnert daran, dass sich diese Sorte gut aus S\u00e4mlingen z\u00fcchten l\u00e4sst. Die Sorte &#8222;Pilot&#8220; wurde in den 70er Jahren in der Gegend von Dresden gez\u00fcchtet. Ihre Bl\u00fcten sind wenig frostempfindlich und widerstandsf\u00e4hig gegen die Kr\u00e4uselkrankheit. Eine weitere sehr gute Sorte aus Frankreich ist &#8222;Benedicte&#8220;. Sie imponiert mit \u00fcberdurchschnittlichem Geschmack und hohem regelm\u00e4\u00dfigen Ertrag ab dem 2. Standjahr. Auch sie ist widerstandsf\u00e4hig gegen die Kr\u00e4uselkrankheit.<\/p>\r\n<div id=\"attachment_8214\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/pfirsiche3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8214\" class=\"wp-image-8214 size-medium\" src=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/pfirsiche3-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/pfirsiche3-300x300.jpg 300w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/pfirsiche3-150x150.jpg 150w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/pfirsiche3-768x768.jpg 768w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/pfirsiche3-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/pfirsiche3.jpg 1379w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8214\" class=\"wp-caption-text\">Reife Pfirsiche der Sorte &#8222;Benedicte&#8220;<\/p><\/div>\r\n<p>Zuletzt sei angemerkt, dass die in den letzten Jahren im Handel aufgetauchten abgeflachten &#8222;Weinbergpfirsiche&#8220; speziell f\u00fcr warme gesch\u00fctzte Weinbaulagen gez\u00fcchtet wurden. Entsprechend empfindlich sind sie auch und f\u00fcr unsere Gegend wenig geeignet. Dasselbe gilt f\u00fcr Nektarinen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Anbau, Pflege und Lagerung:<\/strong> Unveredelte Pfirsichb\u00e4ume k\u00f6nnen bis 8 m hoch werden und bilden eine breite Krone aus. Der Standort sollte unabh\u00e4ngig von der Sorte windgesch\u00fctzt und sonnig sein. Die Baumschulen kultivieren die B\u00e4ume immer auf einer okulierten Unterlage, die entsprechend der Bodenbeschaffenheit des sp\u00e4teren Standortes gew\u00e4hlt wird und auch die Wuchskraft mitbestimmt. Der Schnitt von Pfirsichb\u00e4umen ist eine Besonderheit,weil sich bei ihnen die Erziehung zur Hohlkrone durchgesetzt hat. Die Belichtung ist so f\u00fcr alle Fr\u00fcchte optimal. Nach der Pflanzung wird der Mitteltrieb ca. 10 cm \u00fcber dem obersten Seitentrieb gekappt. Die 3 &#8211; 4 Seitentriebe darunter schneiden wir auf kurze Zapfen. Diese werden in den folgenden Jahren, wenn sie wieder austreiben, zu Leit\u00e4sten erzogen. Alle darunter liegenden Seitentriebe schneiden wir an der Basis ab. Beim anschlie\u00dfenden Erziehungs- und Erhaltungsschnitt in den n\u00e4chsten Jahren ist zu ber\u00fccksichtigen, dass Pfirsichb\u00e4ume nur an den letztj\u00e4hrigen neuen Trieben fruchten. Deshalb m\u00fcssen 2\/3 der neuen Triebe an den Leit\u00e4sten entfernt werden. Die echten Fruchtriebe, das sind \u00c4ste mit spitzen Blatt- und runden Bl\u00fctenknospen, werden belassen. Erntezeit f\u00fcr Pfirsiche ist je nach Sorte Juli bis September.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Sch\u00e4dlinge und Krankheiten:<\/strong> Die wichtigste Erkrankung von Pfirsichb\u00e4umen ist die Kr\u00e4uselkrankheit. Sie bef\u00e4llt die gerade ausgetriebenen Bl\u00e4tter im Fr\u00fchjahr, die dadurch blasig auftreiben, sich rot verf\u00e4rben und abfallen. Der Baum reagiert darauf mit einem zweiten Austrieb. Dies schw\u00e4cht ihn bei starkem Befall allerdings so sehr, dass er nur wenig w\u00e4chst und kaum noch Ertrag bringt. Eindeutig resistente Z\u00fcchtungen gibt es bisher nicht, wohl aber widerstandsf\u00e4hige Sorten (siehe oben). Diese werden entweder nicht befallen, oder sie zeigen nur ein schwach ausgepr\u00e4gtes Schadensbild. Allgemein gilt, dass wei\u00df- und rotfleischige Pfirsiche weniger empfindlich sind als gelbfleischige. Bek\u00e4mpfen l\u00e4sst sich Kr\u00e4uselkrankheit nicht mehr, wenn sie einmal ausgebrochen ist. Fr\u00fch im Jahr, wenn die Knospen schwellen, sollte man jedoch vorbeugende Ma\u00dfnahmen ergreifen. Dies kann ab Ende Januar der Fall sein. Als gut wirksam haben sich Spritzungen mit Schachtelhalmbr\u00fche erwiesen, wenn sie in ca. 3-w\u00f6chigen Abst\u00e4nden bis zur Bl\u00fcte wiederholt werden. Auch eine Unterpflanzung des Baumes durch Kapuzinerkresse oder Knoblauch soll vorbeugend helfen. Mit weniger Aufwand verbunden ist allerdings, eine widerstandsf\u00e4hige Sorte zu pflanzen.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p><a href=\"https:\/\/ogv-wurmberg.de\/cms\/steinobst\/\">zur\u00fcck!<\/a><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Historie: Pfirsiche gelten botanisch gesehen als Pflanzenart der Gattung Pflaumen. Mit ihrer Zucht wurde bereits vor mindestens 6000 Jahren in China begonnen. Die Pflanzen gelangten dann wie oft bei unseren Obstarten \u00fcber Persien und Griechenland nach Italien. Der Name stammt vom lateinischen Wort &#8222;Persica&#8220; ab, das im Mittelhochdeutschen zu &#8222;Pfersich&#8220; wurde. 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