Gartenkalender

  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember

Der Garten im Januar:

Christrose

Im Januar herrscht im Garten Winterruhe. Die wichtigsten Arbeiten zum Schutz der Pflanzen vor Kahlfrösten sind getan. Wer zusätzlichen Schutz braucht, kann die abgesägten Äste des Weihnachtsbaumes zur Abdeckung von kälteempfindlichen Stauden nutzen. Auch im Winter lässt sich im Garten viel beobachten. Fällt z.B. Schnee und taut wieder, kann man etwas über das Kleinklima im Garten erfahren. Dort wo der Schnee zuerst geschmolzen ist, sind die idealen Plätze für Pflanzen, die durch Spätfrost gefährdet sind.

Neue Nistkästen sollte man spätestens im Januar aufhängen, weil die Gartenvögel bereits ab Jahresbeginn nach geeigneten Nistplätzen Ausschau halten, auch wenn sie erst im Frühjahr mit dem Nestbau beginnen.

Ziergarten:

Von Dezember bis März ist Saison zum Schneiden der Ziersträucher. Manche Halbsträucher und mediterrane Pflanzen (z. B. Sommerflieder, Bartblume, Lavendel, Salbei) sollten erst Ende April geschnitten werden, wenn erkennbar ist, welche Triebe im Winter erfroren sind.

Benötigt man im Ziergarten zusätzliche Sträucher, so schneidet man im Januar Steckhölzer z.B. von Ribis, Forsythie, Spierstrauch, Holunder, Duftjasmin u.a. Dazu werden einjährige Triebe auf ca. 20 cm Länge geschnitten, und zwar so, dass oben und unten ein Knospenpaar bleibt. Diese Hölzer werden mit 2/3 ihrer Länge an einem schattigen Platz in die Erde gesteckt. Diejenigen, die im Frühling austreiben, können wir im Herbst an den gewünschten Ort verpflanzen.

Nutzgarten:

Nicht nur die meisten Ziersträucher, auch Obstbäume und Beerensträucher werden traditionell von Dezember bis März geschnitten.

Im Spätwinter kommt es besonders häufig zum Platzen der Rinde an Obststämmen, weil die zunehmende Sonneneinstrahlung die Stämme an der Südseite erwärmt, während die Schattenseite frostkalt bleibt. In die entstandenen Risse können leicht Krankheitserreger eindringen. Wenn es frostfrei ist und über 5°C, bleibt noch Zeit, dem Reißen der Rinde durch einen weißen Anstrich vorzubeugen. Man kann dazu Kalkbrühe mit Kleisterzusatz verwenden oder ein im Handel angebotenes Fertigprodukt.

Zur Ernte für die Küche kommt im Januar neben eingelagertem Wurzelgemüse vor allem Feldsalat. Salate können auch mit Löwenzahnblättern angerichtet werden. Wenn der Boden schneefrei und nicht gefroren ist, lassen sich die Löwenzahnwurzeln im Garten ausgraben und vortreiben. Man pflanzt sie dazu in einen Blumentopf und stellt ihn in den warmen Heizungskeller. Nach mehreren Wochen kann man die gebleichten Blätter ernten.

Der Garten im Februar:

Jpeg

Erste Krokusse

Ab Mitte Februar erwacht unser Garten allmählich aus dem Winterschlaf.

Ziergarten: In den Blumenrabatten zeigen sich die ersten Frühlingsblumen: Christrosen, Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse. Am besten werden die kleinen Zwiebeln im Herbst direkt vor Ziersträucher gepflanzt. Hier können sie sich in Ruhe vermehren, ohne dass sie durch Hacken gestört werden. Bis März ist noch Zeit zum Schneiden der Ziersträucher. Frühlingsblüher wie Forsythien u.a. sollten erst nach der Blüte beschnitten werden. An Koniferenhecken treten im Spätwinter oft Schäden auf, wenn sie direkt neben einem Bürgersteig stehen, auf dem Salz gestreut wurde. Die braunen Teile schneiden wir beizeiten heraus und düngen die Hecke mit Kompost. Besser ist es, bei Glätte nicht mit Salz sondern mit Split oder grobem Sand zu streuen. Die gelben Blüten des Winterjasmins zeigen sich oft schon im Dezember. Doch die Hauptblütezeit beginnt erst jetzt und endet im März. Winterjasmin blüht an einjährigen Trieben. Um sich auch im nächsten Jahr an vielen Blüten erfreuen zu können, werden die Triebe nach der Blüte auf ein Fünftel ihrer Länge eingekürzt.

Nutzgarten:

Wenn sich die ersten Triebspitzen des Rhabarbers zeigen, können wir eine Pflanze ausgraben und vortreiben. Dazu pflanzen wir die ausgegrabene Wurzel in einen Topf und und stellen ihn in den Heizungskeller. Die Topferde hält man bis zur Ernte im März feucht. Danach wird die Wurzel wieder in den Garten gesetzt. Im nächsten Jahr muss dann eine andere Pflanze angetrieben werden, um sie nicht zu stark zu schwächen. Die übrigen Arbeiten im Nutzgarten beginnen erst im März. Bis Ende Februar sollte allerdings der Schnitt von Weinreben beendet werden, da die Triebe später zu stark bluten. Obstbäume und Beerensträucher können noch bis spätestens Ende März geschnitten werden.

Der Garten im März:

Jpeg

Narzisse

Aus ist es mit dem Winterschlaf! Wir können den Beginn der Gartensaison kaum erwarten und freuen uns darauf, mit dem Säen und Pflanzen anzufangen. Zuerst sollten wir aber überlegen, was genau wir in diesem Jahr an welcher Stelle ändern wollen.

Ziergarten: Sobald der Boden abgetrocknet ist, können Laubgehölze, Hecken und Stauden neu gepflanzt werden. Stauden, die im letzten Jahr zu groß geworden sind und wenig blühfreudig waren, können wir jetzt teilen und an anderer Stelle wieder einpflanzen. Dabei sollten wir Stellen im Staudenbeet frei lassen, auf denen man im April und Mai Einjahresblumen aussähen kann. Horste von Ziergräsern sind am besten über dem Boden abzuschneiden. Jetzt ist auch die Zeit, um den Rasen nach dem ersten Schneiden zu vertikulieren. Kahle Stellen sind neu einzusähen. Auch ist es eine Überlegung wert, ob man wenig begangene Teilflächen des Rasens zu einer Blumenwiese wachsen lässt.

Nutzgarten: Wer im April und Mai keine Gemüsepflanzen kaufen will, kann sie jetzt aussähen und auf der Fensterbank oder im Wintergarten vorziehen. Dies gilt vor allem für Tomaten und Kohlpflanzen. Im letzten Herbst gemulchte Gemüsebeete müssen vom Mulch befreit werden, damit der Boden sich erwärmen kann. Erst wenn er so weit abgetrocknet ist, dass er nicht mehr an der Hacke kleben bleibt, kann man nach guter Vorbereitung durch Kultivieren, Hacken und Rechen mit den ersten Einsaaten beginnen: Spinat, Salate, Lauch, Zwiebeln, Karotten, Pastinaken, Radieschen, Rettich und dicke Bohnen dürfen bereits ab Mitte März gesät werden. Gemüsereihen, die erst im Mai eingesät oder bepflanzt werden, kann man bis dahin mit Gründüngung wie z.B. Senf als Voraussaat füllen. Bei Nachtfrost leistet die Abdeckung der Pflanzen mit Folie gute Dienste.

Der Garten im April:

apfelblüte

Apfelblüte im April

Der April ist der arbeitsreichste Gartenmonat des Jahres. Die Liste der Arbeiten, die jetzt durchgeführt werden können, ist länger als in jedem anderen Monat.

Ziergarten: Im Frühjahr blühende Sträucher wie z.B. Forsythien und Ribis zeigen ihre Blüten vor allem an den jungen letztjährigen Zweigen. Deshalb sollten die alten Äste nach der Blüte möglichst an der Basis entfernt werden, um die Jungtriebe im Wachstum zu fördern. Der April ist eine sehr gute Pflanzzeit für fast alle Sträucher und Stauden. Besonders Rhododendren und Azaleen lassen sich jetzt sehr gut pflanzen. Weil sie einen humusreichen sauren Boden brauchen, wird die Erde im Pflanzloch mit Kompost und Rindenmulch vermischt. Wichtig ist, dass der Wurzelballen nicht mit Erde sondern nur wenig mit Rindenmulch bedeckt wird. Bodendecker in schattigen Bereichen unter Bäumen lassen sich jetzt gut vermehren. In Frage kommen z.B. Efeu, Gedenkemein, Immergrün und Dickmännchen. Man gräbt dazu bewurzelte Bodentriebe aus und setzt sie am vorgesehnen Ort im Abstand von ca. 15 – 20 cm wieder ein. Danach muss der Boden mehrere Wochen feucht gehalten werden. Manche einjährigen Sommerblumen können bereits im April direkt ins Staudenbeet ausgesät werden, z.B. Ringelblumen, Schmuckkörbchen, Sonnenblumen und Jungfer im Grünen.

Nutzgarten: Thymian, Lavendel, Salbei, Bergbohnenkraut und Oregano verholzen an der Basis. Damit sie nicht überaltern, werden sie im Frühjahr eine Handbreit über dem Boden zurückgeschnitten. Dabei sollte allerdings die Basis der letztjährigen Triebe stehen bleiben.  Ab Ende April können wir Rhabarber ernten. Dabei ist zu bedenken, dass die Staude durch die Ernte geschwächt wird. Als Faustregel gilt: Mindestens zwei Drittel der Stängel müssen stehen bleiben. Im April fahren wir auch mit den Frühjahrseinsaaten im Gemüsebeet fort. Zu nennen sind hier Spinat, Salate, Lauch, Zwiebeln, Karotten, Pastinaken, Radieschen und Rettich. Hinzu kommen noch Erbsen, Frühkartoffeln und alle Kohlarten. Gurken, Zucchini, Melonen und Kürbis kann man ab Mitte des Monats auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorziehen. Für eine Saat  ins Freiland wäre es noch zu früh.

Der Garten im Mai:

Jpeg

Pfingstrose im Mai

Schon das Sprichwort sagt: “Alles neu macht der Mai!”. Dies ist der Hinweis darauf, dass die wichtigsten Einsaaten und Pflanzungen für die Sommersaison im Mai durchgeführt werden. Alle Gartenarbeiten, die im April beschrieben wurden, können wir auch noch im Mai durchführen. Ein markanter Wendepunkt im Gartenjahr wird durch die Eisheiligen markiert. Sie stellen den tatendurstigen Gärtner jedes Jahr auf eine harte Geduldsprobe. Nach dem Kalender sind sie vom 11. bis 15. Mai, und die statistische Auswertung von langjährigen Messungen hat gezeigt, dass von da an die Wahrscheinlichkeit von Nachtfrösten sehr unwahrscheinlich wird. Auch wenn das Wetter vorher warm und sonnig ist, können nächtliche Frosteinbrüche, die durch Kaltluftzustrom aus dem Norden verursacht werden, bis zu diesem Zeitpunkt frostempfindlichen Pflanzen schaden.

Ziergarten: Ab Mai können wir einjährige Sommerblumenmischungen auf freie Flächen direkt in der Blumenrabatte aussähen. Die Blüten sind nicht nur farbenprächtig, sie locken auch Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an an und leisten einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt. Generell gilt: Je weniger offener Boden in der Rabatte zu sehen ist, desto weniger muss auch gehackt und gegossen werden. Im Frühjahr gekaufte Zimmerprimeln müssen Sie nicht wegwerfen. Sie können sie an einen halbschattigen Platz in das Blumenbeet pflanzen. Meist wachsen sie dort an und erfreuen uns weiter mit neuen Blüten. Dahlien wünschen einen vollsonnigen Platz und einen humusreichen Boden. Die Knollen sollten nach den Eisheiligen so tief gesetzt werden, dass sie ca. 5 cm hoch mit Erde bedeckt sind. Was die Gehölze betrifft: Wenn man Kiefern (auch Zwergkiefern) im Wachstum hemmen möchte, kann man die jungen kerzenförmigen Triebspitzen zur Hälfte abschneiden. Sie ganz abzuschneiden ist nicht empfehlenswert, da der Baum dann vorzeitig altert.

Nutzgarten: Das junge Kraut der Frühkartoffeln sollte angehäufelt werden, sobald dies möglich ist. Dies schützt die Triebbasis vor Spätfrösten und erhöht den Ertrag. Karotten, Porree und Saatzwiebeln müssen wir vereinzeln, weil sie nur bei ausreichendem Platz eine gute Ernte versprechen. Für Porree empfehlen wir, die Pflanzreihe mit einem engmaschigem Netz abzudecken, um sie vor einem Befall durch die Lauchmotte zu schützen. Nach den Eisheiligen können wir auch die vorgezogenen mediterranen Gemüse ins Freie pflanzen. Zu nennen sind hier Tomaten, Paprika, Auberginen und Zucchini. Auch Bohnen sind frostempfindlich, d.h. sie können erst ab Mitte Mai gesät werden. Die Tomaten übrigens müssen ausreichend weit auseinander stehen und wachsen in der Reihe sehr gut im Wechsel mit Sellerie oder Rettich. Selbst gezüchtete Erdbeeren zählen zu den Hochgenüssen des späten Frühjahrs. Decken Sie den Boden zwischen den Pflanzen mit trockenem Mulch ab (z.B. Stroh, Holzwolle oder abgetrockneter Rasenschnitt). Dies beugt Schimmelbefall vor und hält die Feuchtigkeit in der Erde.

Der Garten im Juni:

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Taglilien und Zierlauch

Im Juni läuft der Garten zu einer ersten Hochform auf. Es beginnt die Zeit der Rosenblüte und zahlreiche Stauden blühen jetzt ebenfalls.

Ziergarten: Der Frühlingsflor der Polsterstauden ist jetzt vorbei. Sie müssen zurückgeschnitten werden, damit sie kompakt bleiben. Am Monatsbeginn erfreut uns vor allem der Rittersporn mit seinen üppigen Blütenständen. Wenn er im Wind steht, sollte er gestützt werden, da die Stiele leicht abknicken. Direkt nach der Blüte schneidet man ihn bodennah zurück. In den meisten Fällen treibt er dann neu aus und bringt im Herbst eine Nachblüte. Bei allen anderen Stauden entfernt man besser nur die abgeblüten Teile. Dies gilt besonders für Pfingstrosen, Lilien, Glockenblumen und Rosen. Die 2. Junihälfte ist die beste Zeit, um Hecken zu schneiden. Der erste Frühjahrsaustrieb ist zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen und sie treiben nach dem Schnitt noch einmal mit einem zweiten kürzeren Trieb aus. Außerdem ist die Brutzeit der Vögel dann beendet.

Nutzgarten: Im März und April gesäte und gepflanzte Gemüse können jetzt geerntet werden. Wir freuen uns auf Salat, Rettich, Kohlrabi, und Brokkoli. Im Gemüsebeet erleichtert das Mulchen die Pflege, weil man sich das Hacken erspart und weniger gießen muss. Lauch wird bei uns häufig von Lauchmotten befallen, deren Maden Gänge in die Pflanzen graben und sie so wertlos machen. Dagegen helfen nur engmaschige Netze, die man über die Pflanzen breitet, und die außen dicht mit dem Boden abschließen. Am 24. Juni ist “Johanni”. An diesem Tag endet die Spargelsaison, und auch Rharbarber sollte dann nicht mehr geerntet werden. Beide brauchen die folgende Zeit, um sich zu regenerieren und im nächsten Jahr wieder neu austreiben zu können. Die ausgepflanzten Tomaten beginnen jetzt kräftig zu wachsen. Zu beachten ist dabei, dass die Seitentriebe in den Blattachseln ausgebrochen werden. Dies verhindert eine unnötige Zunahme der Blattmasse auf Kosten der Fruchtqualität. Buschbohnen sind im Vergleich zu Stangenbohnen schnell ernterereif und können deshalb noch bis Ende des Monats gesät werden. Ende Juni ist auch die letzte Möglichkeit, Karotten, Mangold und rote Beete auszusäen. Vorgezogene Spätkohlsorten sollten bis Ende Juni an ihren endgültigen Platz gesetzt werden.

Der Garten im Juli:

Seerose

Seerose

Im Juli beginnt der Hochsommer, und die Gartensaison ist in vollem Gange. Bei langen Trockenzeiten muss der Garten im Sommer gewässert werden. Allerdings ist tägliches Gießen oder Sprengen unnötig. Die Lehmböden in Wurmberg haben die günstige Eigenschaft, viel Wasser speichern zu können. Auch bei längerer Trockenheit reicht es daher aus, 1 – 2 x pro Woche (dann aber gründlich) zu wässern. Danach die Erde durch Hacken lockern, falls sie nicht gemulcht ist; dies hält den Boden länger feucht. Tägliches Wässern würde verhindern, dass die Pflanzen tiefe Wurzeln bilden und außerdem Pilzkrankheiten Vorschub leisten.

Ziergarten: Im Juli blüht der Lavendel und zieht viele Bienen und Hummeln an. Die Blüten kann man trocknen und in kleinen Stoffbeuteln verpackt in Schränke legen, um der Wäsche einen guten Duft zu geben und Kleidermotten zu vertreiben. Generell ist jetzt die beste Zeit, Kräuter für den Wintervorrat zu ernten und zu trocknen. Bei Salbei ist es günstig, die jungen abgeblühten Triebe oberhalb der Verholzung abzuschneiden. Dies regt einen weiteren Blütenflor im Herbst an. Wenn Horste von Taglilien zu groß werden und man Teile verpflanzen will, teilt man sie am besten jetzt, sobald sie abgeblüht sind und pflanzt sie zusammen mit einer Kompostgabe an eine andere Stelle. Auch für Bartiris ist der Juli ein geeigneter Monat, um sie zu verjüngen. Man gräbt sie dazu aus und kürzt die Blätter auf etwa 20 cm. Nur die jungen Teile der Wurzelstöcke werden dann flach neu eingepflanzt, so dass ein kleiner Teil aus dem Boden ragt. Bartiris bevorzugen trockene kalkhaltige Böden in voller Sonne.

Nutzgarten:

Gesät werden jetzt noch Salat, Endivien, Radicchio, Zuckerhut, Chinakohl, Knollenfenchel, Winterrettich und Spinat. Sofern im Juni noch nicht erfolgt, können die vorgezogenen Kohlpflanzen für die Herbst- und Winterernte noch in die vorgesehenen Reihen gepflanzt werden. Erbsen, Puffbohnen, Frühkartoffeln, Frühkohl und Steckzwiebeln sind jetzt erntereif. Regelmäßiges Ernten von Gurken und Zucchini erhöht den Ertrag. Bei Erdbeeren hat es sich bewährt, die alten angetrockneten Blätter direkt nach der Ernte abzuschneiden. Die Pflanzen treiben dann neu und kräftig aus. Steinobstbäume wie Zwetschgen und Kirschen und auch Stachel- und Johannisbeeren können nach der Ernte ebenfalls geschnitten werden.

Doch nicht nur Gartenarbeit ist im Sommer angesagt. Gönnen Sie sich auch eine Pause zum Genießen und Wohlfühlen! Leuchtende Blütenfarben und zarter Blumenduft laden zur Entspannung ein. Danach machen die sommerlichen Pflegearbeiten doppelt Spaß.

Rudbeckia

Rudbeckia

Der Garten im August

Im August hat der Sommer seinen Höhepunkt erreicht und der Garten lädt ein zum Faulenzen, Grillen und geselligen Beisammensein. Unser Blick erfreut sich dabei an der farbigen Pracht der Sommerblumen.

Im Ziergarten blühen jetzt Phlox, Sonnenhut, Hortensien, Sommerastern, Löwenmäulchen, Tagetes und vieles mehr. Auch viele Rosensorten haben im August eine zweite Blüte. Welke Rosenblüten werden zunächst einzeln entfernt. Ist der ganze Blütenstand abgeblüht, schneidet man auf einen kräftigen Seitentrieb zurück.

Wer will, kann ab August seine Pfingstrosen teilen und versetzen, allerdings erst, wenn sie mehrere Jahre alt sind. Die an der Spitze der Rhizome sitzenden Knospen dürfen bei der Teilung nicht verletzt werden. Sie sollten beim Wiedereinpflanzen nicht tiefer als 5 cm unter der Erdoberfläche liegen, weil sie andernfalls nicht blühen.

Frauenmantel wird bodennah zurückgeschnitten, wenn die Blüten braun werden. Er treibt dann wieder aus und bildet neue grüne Blätter.

Im Gemüsegarten können abgeerntete Gemüsereihen jetzt noch mit Schnittsalat, Spinat, Feldsalat, Rucola und Radieschen neu eingesät werden. Um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten,  legen wir Mulch auf die restlichen Reihen oder wir säen Gründüngung. Bewährt haben sich z.B. Senf, Phacelia oder Hafer.

Für das Pflanzen von jungen Erdbeeren ist der August die beste Zeit. Sie werden jetzt überall in den Gärtnereien angeboten. Kräftige gut eingewurzelte Ableger von älteren Pflanzen können jetzt ebenfalls in eine neue Reihe gepflanzt werden. Alle übrigen Triebe sollte man entfernen.

Inzwischen hat auch die Tomatensaison begonnen. Für eine optimale Entwicklung der Früchte ist es wichtig, die Blattmasse zu reduzieren. Deshalb werden alle Seitentriebe ausgebrochen. Ab Mitte August sollte man den Spitzentrieb entfernen, weil dann die aus den Blüten gebildeten Früchte nicht mehr zur Reife kommen. Auch die bodennahen Triebe werden jetzt abgeschnitten, um der Braunfäule vorzubeugen. Alle Einzelheiten zum Tomatenanbau siehe hier!.

Der Garten im September

septemberbildDie Herbstsonne lässt den Garten in einem besonders stimmungsvollen Licht erstrahlen. Viele Blumen zeigen sich noch einmal von ihrer schönsten Seite. Andere beginnen jetzt erst richtig zu blühen, z.B. Sonnenhüte, japanische Annemonen, Herbstastern und Fetthenne.

Ziergarten

Der September ist ein ausgezeichneter Monat, um Stauden und Sträucher zu vermehren oder neu zu pflanzen. Der jetzt noch warme Boden fördert das rasche Einwurzeln der jungen Pflanzen, so dass sie gekräftigt den Winter überstehen können.

Abgeblühte Lavendelsträucher werden an der Stielbasis der Blüten abgeschnitten. Ein stärkerer Schnitt sollte erst im Frühjahr erfolgen.

Wer sich im nächsten Frühjahr an farbenprächtigen Blumen erfreuen möchte, muss jetzt im Herbst schon vorsorgen und ihre Zwiebeln pflanzen. Zu erwähnen sind hier besonders Narzissen, Hyazinthen, Tulpen, Kaiserkronen, Krokusse, Schneeglöckchen und Winterlinge. Die Wahl des Standortes will dabei wohl überlegt sein. Bewährt hat sich, die Zwiebeln dort zu stecken, wo sie nicht ausgehackt werden, z.B. zwischen Bodendeckern und unter Sträuchern und Bäumen.

Gemüsegarten

Für die Herbsternte kann bis Anfang des Monats nur noch Feldsalat und Winterportulak gesät werden. Bewährt hat es sich, die abgeernteten Gemüsereihen mit Mulch abzudecken oder mit Gründüngung einzusäen. Gelbsenf z.B. wächst sehr schnell und kann noch im Oktober gesät werden.

Damit der Rosenkohl möglichst große Röschen bis zur Ernte im Winter bildet, kappt man Mitte September die Spitzenknospe. Vor der Ernte von Blumenkohl knickt man Blätter zur Beschattung über die Köpfe, so dass sie weiß bleiben.

Obstgarten

Äpfel sind pflückreif, wenn sie sich beim Drehen leicht vom Stiel lösen. Bei der Ernte ist zu beachten, dass Äpfel wie auch Birnen empfindlich sind und schnell Druckstellen bekommen. Im Lager führt dies schnell zu Fäulnis.  Ob sie gleich nach der Ernte gegessen werden können oder erst gelagert werden müssen, hängt von der Sorte ab. Die Früchte von Streuobstwiesen müssen verlesen und spätestens am nächsten Tag zur Mosterei gebracht werden. Birnen sollten generell hart geerntet und dann bis zur Genussreife gelagert werden. Quitten sind dann erntereif, wenn sie gelb sind und ihren Flaum verloren haben. Wer in diesem Jahr einen starken Befall der Obstbäume von Frostspannern zu verzeichnen hatte, kann jetzt einen Leimring um die Stämme legen.

Eine Übersicht über die Obstsorten, die sich in Wurmberg bewährt haben, weil sie hier besonders gut gedeihen, ist in der Rubrik „Obst“ (<hier) zu finden.

Der Garten im Oktober

Im Oktober werden die Tage spürbar kürzer und das Laub der Bäume färbt sich gelb und rot. Es heißt nun, langsam vom Sommer Abschied zu nehmen. Aber auch der Herbst bringt meistens noch schöne Tage, an denen die Herbstblumen und die bunten Blätter der Bäume und Sträucher in unseren Gärten noch viel Freude bereiten.

Jpeg

Kürbisernte im Oktober

Die Gartenarbeiten sind jetzt sehr stark vom Wetter abhängig.

Ziergarten

Der Oktober ist noch ein guter Monat, um Stauden zu teilen oder neu zu pflanzen. Auch die Zwiebeln der Frühlingsblumen kann man noch setzen. Rhododendren können z.B. durch Absenker vermehrt werden. Dazu schneidet man einen bodennahen Trieb ca. 25 cm vom Triebende entfernt quer bis zur Mitte ein, bedeckt dieses Aststück mit Rhododendronerde und beschwert ihn mit einem Stein. Bis zum Frühjahr haben sich darunter neue Wurzeln gebildet und man kann den Ast abtrennen und woanders neu einpflanzen.

Wenn die Blätter der Sommerstauden gelb werden, sollte man sie knapp über dem Boden abschneiden. Bis zum Winter stehen bleiben können besonders dekorative Blütenstände wie die von Rudbeckien, Fetthenne, Hortensien und Gräsern. Mediterrane Ziersträucher wie Oleander, Bougainvillea, Enzianstrauch u.a. müssen erst, wenn sich Nachtfröste einstellen, im Kübel ins Winterquartier an einen kühlen Ort gebracht werden. Tut man dies früher, sind sie nicht abgehärtet und eventuelle Schädlinge sind noch nicht durch die Kälte dezimiert. Wenn sie zu sperrrig sind, kann man sie um ein Drittel einkürzen. Dahlien werden dann, wenn die Blätter braun werden, eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten, die Wurzeln ausgegraben und im Keller kühl und dunkel überwintert.

Gemüsegarten

Tomaten, Paprika, Auberginen, Zucchine und Gurken sind in der Regel bereits abgeerntet. Alle anderen Gemüsearten wie z.B. Kohl, Sellerie, Winterrettich, Karotten und Endivien vertragen leichte Minusgrade. Zuckerhut bleibt in der Regel bis Dezember auf dem Beet. Experimentierfreudige Gärtner können jetzt zwischen Erdbeeren oder in einer abgeernteten Gemüserreihe Zwiebeln und Knoblauch für das nächste Jahr stecken. Sie haben dann gegenüber den im Frühjahr gesteckten einen deutlichen Wachstumsvorsprung.

Besonders im Herbst fällt sehr viel Schnittgut an sowohl von den Staudenrabatten als auch von den Gemüsebeeten, vom Strauchschnitt und vom Blattfall. All dies ist gut zum Kompostieren geeignet. Verholzte Anteile sollten vorher gehäckselt werden. Bewährt haben sich Thermokomposter, die sich bedingt durch die Außendämmung im Inneren besonders gut und lange erhitzen. Kompostieren des Schnittguts macht weniger Arbeit, als es zum Häckselplatz zu bringen, und man gewinnt kostenlos wertvollen Dünger für das nächste Jahr.

Obst

Im Oktober sind die späten Apfelsorten reif. Das Vorgehen bei der Ernte ist im September bereits beschrieben worden. Liegen gebliebenes Fallobst muss jetzt konsequent aufgelesen werden, um etwaige Schädlinge und Krankheitserreger zu reduzieren.

Die abgetragenen Ruten der Brombeeren und Himbeeren schneiden wir bodennah ab. Die jungen diesjährigen Brombeerranken werden am Spalier angebunden.

Der Garten im November

Ein vitaler und nährstoffreicher Boden ist die wichtigste Voraussetzung für erfolgreiches Gärtnern. Düngen allein genügt nicht, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Gerade im Winter sind die Staudenwurzeln bei nackter Erde dem Wetter schutzlos ausgeliefert. Wir mischen daher gehäckselten Strauch- und Staudenschnitt mit Laub oder Gras und mulchen damit die Staudenrabatten und die Gemüsebeete. Die Mulchschicht schützt vor Frostschäden, verrottet bis zum nächsten Frühjahr und reichert so den Boden auf natürliche Weise mit Nährstoffen an.

Ziergarten:

Mit der Einlagerung der mediterranen Kübelpflanzen können wir bis nach dem ersten Frost warten.

Viele Rosenarten sind inzwischen wenig frostempfindlich und kommen ohne Winterschutz aus. Sicherer ist es jedoch, die Büsche nach den ersten Frösten mit einem ca. 20 cm hohen Erd- oder Mulchhügel anzuhäufeln. Kletterrosen lassen sich sehr gut mit Tannenreisig schützen.

Stauden, deren Samenstände von Vögeln als Nahrung genutzt werden wie z.B kleinbütige Herbstastern, sollte man erst im Frühjahr abschneiden. Im Winter dienen sie unseren Gartenvögeln als natürliche Nahrungsquelle. Wer so verfährt, tut mehr für sie, als sie im Winter mit Körnern zu füttern, die ihnen sonst fremd sind.

Gemüsegarten:

Im Gemüsegarten kann Wurzel- und Kohlgemüse noch lange im Beet bleiben. Dort hält es sich am besten. Kohlrabi, Kohlrüben, Karotten und Sellerie tolerieren die ersten kurzen Fröste, sollten dann aber mit Folie oder Fließ abgedeckt werden. Kopfkohl ist noch robuster und verträgt kurzfristig etwa minus 8 Grad. Eine Ernte direkt vom Beet ist in diesem Fall bis in den Dezember hinein möglich.

Obstgarten: Auch im Obstgarten gibt es im Herbst noch etwas zu tun. Wer in diesem Jahr Schäden an den Obstbäumen durch Frostspanner hatte, kratzt die Stämme ab und legt Leimringe darum. Dies verhindert, dass die flugunfähigen Weibchen am Stamm empor kriechen. Der November ist auch eine gute Zeit, um Vogelhäuschen aufzuhängen. Unsere Singvögel nutzen sie bereits im Winter als Nachtquartier und brüten dann im Frühjahr darin.

Der Garten im Dezember

Jetzt im Dezember gönnt sich die Natur eine Ruhepause. Die Bäume und Sträucher haben infolge der kürzer werdenden Tage aus Lichtmangel ihr Laub verloren. Trotzdem können Gräser, Farne und die dekorativen Samenstände mancher Stauden noch Leben in den Garten bringen. Man lässt sie stehen, um auch im Winter einen dekorativen Blickfang in der Blumenrabatte zu haben. Besonders schön sehen sie aus, wenn sie mit Raureif überzogen sind.

Der Brauch, sich zu Weihnachten einen Weihnachtsbaum in die Wohnung zu stellen, hat nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. Um ein allzu frühes Nadeln zu verhindern, ist Verschiedenes zu beachten. Fichten sind zwar am preiswertesten, verlieren ihre Nadeln aber am ehesten. Haltbarer aber auch teurer sind Nordmanns-Tannen, Weiß- und Edeltannen und Kiefern. Vor dem Transport auf dem Autodach sollte der Baum in Plastikfolie eingepackt werden, um zu verhindern, dass ihm der Fahrtwind bereits Wasser entzieht. Zu Hause sägt man ca. 5 cm des Stammendes ab und stellt den Baum ins Wasser. Zugabe von etwas Zucker hält ihn länger frisch. In der Wohnung sind Baumständer mit Wasserreservoir besonders empfehlenswert. Besonders lang halten Tannenbäume, wenn sie frisch geschlagen werden und danach nur kurze Transportwege bis zur Wohnung erforderlich sind.

Ziergarten:

Auf blühende Pflanzen müssen wir auch im Winter nicht verzichten. Winterjasmin, Zaubernuss und Winterschneeball können durch ihre Blüten auch jetzt noch Freude bereiten. Da man sich im Winter nicht so häufig im Garten aufhält, ist es günstig, sie so zu pflanzen,dass man man sie vom Fenster aus sehen kann. Auch Christrosen blühen von Dezember bis April. Wegen ihrer niedrigen Wuchshöhe eignen sie sich besonders als Randbepflanzung im Vorgarten.

Wer sich auch im Dezember noch an Blüten in der Wohnung erfreuen möchte, die aus dem Garten stammen, kann um den 4. Dezember Barbarazweige schneiden. Dieser Brauch hat sich noch in vielen Gegenden erhalten. Geeignet sind solche Zweige von Kirschen, Mandeln, Äpfeln und Zierquitten, die besonders viele Blütenknospen tragen. Man taucht die ganzen Zweige in eine Wanne mit warmem Wasser, und zwar ca. 8 – 12 Stunden. Dann schneidet man die Enden sehr schräg an und stellt die Zweige in eine Vase mit Wasser. Zu Weihnachten zeigen sich dann die ersten Blüten.

Das Foto hier rechts zeigt Weihnachtssterne, die beliebtesten Zimmerpflanzen in der kalten Jahreszeit. Wer an ihnen lange Freude haben will, sollte folgendes beachten:

Jpeg

Weihnachtssterne

Schon beim Kauf müssen sie gut eingepackt werden, weil sie sehr kälteempfindlich sind.  In der Wohnung brauchen Weihnachtssterne einen warmen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung und ohne Zugluft. Sie müssen nur mäßig gegossen werden. Dabei ist Wasser mit Zimmertemperatur zu verwenden. Fehler bei der Pflege führen zum Abwurf der Blätter.

Gemüsegarten:

Im Gemüsegarten muss nur noch geerntet werden. Wirsing, Weiß- und Rotkohl, Rosenkohl, Winterrettich und Steckrüben können meistens noch bis Mitte Dezember im Beet bleiben, wenn sie nicht schon früher geerntet und verwertet worden sind. Wenn es richtig kalt wird, muss man sie an einem frostfreien Ort einschlagen oder ernten, blanchieren und einfrieren. Lauch, Grünkohl und Pastinaken sind praktisch frostresistent. Um lange weiße Schäfte zu erhalten, hat es sich bewährt, den Lauch so mit Mulch einzudecken, dass nur noch die Spitzen ca. 20 – 30 cm heraus schauen. Auf Schnittlauch muss man auch im Winter nicht verzichten, wenn man die Wurzeln im Garten ausgräbt, in einen Topf mit Blumenerde setzt und ihn auf der Fensterbank antreibt.

Obstgarten:

Im Dezember ist bei den Obstbäumen die „Saftruhe“ eingetreten, eine Zeit, in der sie die Blätter abgeworfen und ihren Stoffwechsel reduziert haben. Für den, der fleißig sein will, beginnt jetzt der Winterschnitt, der von Dezember bis Anfang März durchgeführt werden kann.