– Stachelbeeren

Stachelbeeren

Zu den klassischen Beerenfrüchten in unseren Gärten gehören auch die Stachelbeeren. Sie blühen von April bis Anfang Mai und sind deshalb spätfrostgefährdet. Während der Blüte befruchten sie sich zwar selbst, die Ernte ist aber bei Fremdbestäubung durch Insektenflug wesentlich ertragreicher.

Stachelbeeren der Sorte „Invicta“

Standort und Pflanzung: Bei den Stachelbeeren gibt es grüne, gelbe und rote Sorten, die aber alle ähnlich schmecken, und zwar aromatisch süß-sauer. Ihre Ansprüche an Boden und Standort sind denen von Johannisbeeren ähnlich. Allerdings sollten sie nicht in voller Sonne stehen, weil die Früchte dann durch Sonnenbrand geschädigt werden können. Stachelbeeren gibt es in zwei unterschiedlichen Wuchsformen, nämlich als Busch und als Hochstamm. Wie bei den anderen Beeren ist eine Mulchdecke um die Pflanze von Vorteil.

Ernte: Erntereif sind Stachelbeeren je nach Sorte im Zeitraum von Juli bis August.

Pflege und Schnitt: Einmal gesetzt müssen Stachelbeeren nur noch geschnitten werden. Direkt nach dem Setzen kürzen wir 2 – 3 Triebe um drei  Viertel, alle anderen vollständig (Siehe Zeichnung rechts). Stachelbeeren fruchten vor allem an den letztjährigen kurzen Seitenästen älterer Triebe. Danach sollte sich auch der Schnitt ausrichten: Die einjährigen starken Triebe werden um ein Drittel gekürzt, die schwachen bodennah abgeschnitten. Alle Seitenäste lässt man stehen. Kleine, zu dichtstehende und nach innen wachsende Triebe werden ganz entfernt. Dies erleichtert auch die  Ernte.

Lagerung: Die Lagerfähigkeit richtet sich nach dem Reifegrad. Vollreife Beeren halten sich im Kühlschrank ca. 5 Tage, halbreife noch harte Früchte, wie man sie gern für Torten und Marmelade verwendet, doppelt so lange.

Sorten: Um dem amerikanischen Stachelbeermehltau vorzubeugen, sollte man widerstandsfähige Sorten wählen, z.B. Invicta (hellgrün) oder Rokula (rot).

Ausgewählte Rezepte für die Zubereitung von Stachelbeeren siehe hier!


zurück!