28 Okt

Herbsternte

Unser Musterbeet Ende Oktober, Reihe 6 – 15, Anbauplan (siehe hier!)

Unser Musterbeet Ende Oktober Reihe 4 – 15

Reihe 1:  Der Pflücksalat ist abgeerntet. Die Reihe habe ich mit Mulch bedeckt.

Reihe 2: Auch die Erbsen sind schon aufgenommen, und die Reihe ist zugemulcht.

Reihe 3: Von den Lauchzwiebeln sind nur wenige übrig geblieben. Wenn der Rest auch verbraucht ist, werden wir den Lauch von Reihe 7 nach Bedarf in der Küche verwenden.

Reihe 4: Hier wächst Spätkohl, und zwar Rosenkohl, Wirsing und Blumenkohl. Der Rosenkohl und der Wirsing könnte schon geerntet werden. Ich werde aber noch abwarten, weil wir zur Zeit noch viel anderes Gemüse haben.

Reihe 5: Die meisten Karotten sind verbraucht. Die restlichen ernte ich nach Bedarf.

Reihe 6: Erst vor drei Tagen habe ich alle Tomaten abgeerntet, Stiele und Grün gehäckselt und in den Kompost gegeben. Aufgrund des warmen und sonnigen Wetters sind immer noch einzelne Früchte reif geworden. Jetzt steht nur noch der Winterrettich in der Reihe. Ein paar Knollen sind so groß wie Äpfel, also reif zum Ernten. Der Rest kann weiter wachsen.

Reihe 7: Das feinmaschige Netz über dem Lauch ist bereits entfernt, weil Ende Oktober nicht mehr mit einer Eiablage der Lauchmotte zu rechnen ist. Die Lauchschäfte werde ich in der nächsten Zeit möglichst hoch zumulchen, um sie zu bleichen und später im Winter vor Frost zu schützen.

Reihe 8: Der Zuckerhut ist in diesem Jahr wegen des langen warmen Wetters früh reif. Deshalb haben wir die Hälfte schon verbraucht.

Reihe 9: Auch die Pastinaken sind teilweise groß genug, um etwas daraus zu kochen. Trostdem lasse ich sie stehen, weil sie frostresistent sind und frisches Gemüse im Spätwinter rarer wird. Sie können bis Ende Februar geerntet werden.

Reihe 10: Auch in dieser Reihe sind die Tomaten abgeerntet. Zurück geblieben sind die Steckrüben. Ähnlich wie beim Winterrettich sind auch hier einige Exemplare groß genug.

Reihe 11: Der Mangold ist inzwischen mehrmals gerntet worden und schon wieder nachgewachsen.

Reihe 12: Auch hier wächst Spätkohl wie in Reihe 4. Der Rosenkohl könnte schon geerntet werden. Der Blumenkohl ist bereits verbraucht, und Wirsing und Rotkohl sind noch nicht so weit.

Reihe 13: Karotten. Siehe Reihe5!.

Reihe 14: Siehe Reihe 10!

Reihe 15: Der erste Radicchiokopf des Jahres ist geerntet, der Römersalat bereits ganz verbraucht. Das liegt auch daran, dass er kleinere Köpfe gebildet hat als im letzten Sommer und Herbst, wohl eine Folge des Wetters.

Reihe 16: Auch die Buschbohnen sind verbraucht, teilweise auch eingefroren und die Reihe ist mit den Stielen und Blattresten zugemulcht.

Zwischen Reihe 15 und 16 habe ich gerade Wintersteckzwiebeln gepflanzt und mit nur wenig Mulch bedeckt. Sie werden erst im Frühjahr keimen und wachsen und bilden dann im nächsten Jahr nach unserem System der rollierenden Mischkultur die neue Reihe 15 (siehe Mischkultur: Viel Ertrag auf kleiner Fläche).

Reihe 17: Karotten. Siehe Reihe 5 und 13!

Reihe 18: Auch hier sind die Tomaten abgerntet wie in den anderen Tomatenreihen. Nur der Sellerie ist noch übrig geblieben.

Reihe 19: Karotten. Siehe Reihe 5, 13 und 17!

Reihe 20: Dem Chinakohl ergeht es ähnlich wie dem Zuckerhut. Die meisten Köpfe waren früher reif als angenommen und mussten verbraucht werden, bevor sie zu faulen beginnen.

Reihe 21: Radicchio und Römersalat siehe Reihe 15!

01 Okt

Anfang Oktober

Stabtomaten im Oktober

Es ist weiterhin nicht so kühl geworden wie man jetzt im Herbst erwartet. Daher lohnt sich, die letzten Tomaten weiter an der Sonne ausreifen zu lassen. Um dies auch optimal zu gewährleisten, habe ich alle Zweige abgeschnitten, die Schatten auf die Früchte werfen.

Weiter ernten können wir auch Lauchzwiebeln, Karotten und Mangold. Hinzu kommen erste Steckrüben, Winterrettich und Pastinaken, die man aber auch noch weiter im Beet lassen kann. Erntereif sind jetzt auch der erste Radicchio, Zuckerhut und Chinakohl. Vor allem Zuckerhut und Chinakohl müssen bei mir teilweise geerntet werden, weil sie als Folge des langen warmen Wetters außen bereits braune Blattränder gebildet haben. Lässt man sie noch lange stehen, fangen sie an zu faulen. In den letzten Jahren konnte ich die letzten bis Dezember im Beet lassen. Im Gewächshaus sind immer noch wenige Fleischtomaten, Gurken, Auberginen und Paprika zu ernten.

Reifer Zuckerhut

In den nächsten Tagen will ich Wintersteckzwiebeln setzen. Dies im Herbst bereits zu tun, hat den Vorteil, dass sie im nächsten Jahr früher reif sind, und wir für die Folgekultur Zeit gewinnen. Weil wir einen Anbauplan haben, der sich in jedem Jahr nur wenig ändert, wissen wir jetzt schon, wo die Zwiebeln im nächsten Jahr stehen sollen, nämlich in Reihe 15 und 21 (siehe Anbauplan hier!). Zu beachten ist dabei, dass alle Reihen im nächsten Jahr um 25 cm weiter wandern. Die jungen Zwiebelchen werden in einer Doppelreihe im Abstand von ca. 10 cm gesetzt. Danach bedecken wir sie leicht mit Mulch. Wintersteckzwiebeln werden in den Gärtnereien angeboten, in denen auch Blumenzwiebeln verkauft werden.

Weitere Details zu den oben erwähnten Gemüsearten siehe hier!

07 Sep

Herbstanfang

Mit dem 1. September hat der meteorologische Herbst begonnen. Das Wetter war bisher noch überwiegend schön, es hat aber etwas abgekühlt. In den nächsten Tagen soll es regnen. Die Gemüse in den Beetreihen (siehe auch Anbauplan hier!) haben sich wie folgt entwickelt:

Reihe 1: Der Pflücksalat beginnt zu schießen und muss jetzt zügig verbraucht werden. Der Rettich ist noch nicht so weit.

Reihe 2: Die nach der Brokkoliernte gesäten Erbsen haben Schoten bebildet und sind jetzt entereif.

Reihe 3: Lauchzwiebeln wachsen immer wieder genügend nach, um bei Bedarf geentet werden zu können.

Reihe 4 und 12: Der Spätkohl ist gut gewachsen. Die Spitzen der Rosenkohlpflanzen kann man jetzt abschneiden. Durch das Entspitzen werden die Röschen zu stärkerem Wachstum angeregt. Wer die Spitzenblätter nicht in den Kompost geben will, kann sie wie Spinat verwenden, sie schmecken aber etwas anders. Beim Sellerie tragen wir um die Knollen herum etwas Erde ab, um die Wurzeldicke zu fördern.

Reihe 5, 13 und 19: In den Karottenreihen suchen wir weiter die dicksten heraus und ernten sie nach Bedarf.

Geplatzte Tomaten im September

Reihe 6, 10, 14 und 18: Die Freilandtomaten sind dank der überwiegend sonnigen Wetterlage noch weiter in der Ernte. Bei einigen Früchten sind Risse in der Schale entstanden (siehe Foto). Dies kann zwei Gründe haben: 1) Wenn die Tomaten überreif sind, platzen sie auf. 2) Bei stark unterschiedlichen Tages- und Nachtemperaturen kommt es zu Spannungsrissen, und zwar dadurch, dass sich die Haut stärker zusammen zieht als das Fruchtinnere. Zwischen den Tomaten wachsen auch noch Steckrüben und Winterrettich, die sich inzwischen gut entwickelt haben, nachdem sie anfangs schlecht gekeimt sind und nachgesät werden mussten. Reif zum Ernten sind sie erst ab dem Spätherbst.

Reihe 7: Der Lauch ist inzwischen ungefähr daumendick und durch ein feinmaschiges Netz vor Lauchfliegen geschützt. Erst im Spätherbst und Winter, wenn die Lauchzwiebeln verbraucht sind, wird er nach und nach geerntet.

Reihe 8: Von den Frühkartoffeln liegen die letzten noch im Lager. Der als Folgekultur gesäte Zuckerhut ist zur Zeit ca. 20 – 30 cm hoch.

Reihe 9: Die Pastinaken haben üppiges Laub gebildet, bisher aber nur dünne Pfahlwurzeln. Sie sind frühestens im Spätherbst erntereif.

Hochgeleitete Kürbispflanze Anfang September

Reihe 11: Der Mangold wächst so schnell, dass man ihn alle 2 Wochen ernten kann. Dazwischen hatte ich Knollenfenchel gepflanzt, der aufgenommen und verbraucht werden musste, weil er angefangen hat zu blühen. In die Lücken habe ich Radicchio, von dem Pflanzen in den Reihen 15 und 21 übrig waren, gepflanzt.

Reihe 15 und 21: Römersalat kann schon länger geerntet werden. Der Radicchio hat noch keine Köpfe gebildet.

Reihe 16: Die beiden Blumenkohlköpfe in der Frühkohlreihe sind in diesem Jahr spät reif geworden, so dass die danach gesäten Buschbohnen erst ca. 15 cm hoch sind.

Reihe 20: Der nach der Frühkartoffelernte gesäte Chinakohl hat schon Köpfe gebildet, muss aber noch weiter wachsen.

Auch in diesem Jahr habe ich wieder 2 Kürbispflanzen am südlichen Ende meiner Spalierobstreihe hochgeleitet, und dies mit gutem Erfolg (siehe Foto!). Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Planzen dafür kaum Platz beanspruchen.

Im Gewächshaus ernten wir weiter Fleischtomaten, Paprika, Gurken und Auberginen.

11 Aug

Hochsommer




Unser Musterbeet jetzt im August, Anbauplan siehe hier!

Die große Hitze ist erst einmal vorbei. In der letzten Woche hat es mehrmals ausgiebig geregnet, so dass das Gemüse wahrscheinlich bis zum frühen Herbst nicht mehr gegossen werden muss. Eine große Frage für weniger erfahrene Hobbygärtner ist, wie oft und wie lange man bei Trockenperioden wässern muss, damit die Pflanzen keinen Schaden nehmen. Allgemein ist dazu zu sagen, dass in den meisten Gärten viel zu viel gegossen wird. Wenn man dies aus dem Bauch heraus entscheidet, kann das viel unnötige Arbeit kosten. Wer in kurzen Abständen immer wieder wässert, hindert die Pflanzen daran, lange Wurzeln zu bilden und sich ihr Wasser aus den tieferen Erdschichten zu holen. Unser Mulchen reduziert zusätzlich das Verdunsten. Wer unsicher ist, sticht am besten eine kleine Schaufel oder einen Spaten in die Erde und prüft, wie feucht der Boden noch ist. Bereits nach kurzer Zeit lernt man so zu beurteilen, wann die Gemüse Wasser brauchen. Nach dem Wässern wiederholt man die Probe, um zu sehen, wie tief das Wasser in den Boden eingedrungen ist. Weniger als 15 cm tief heißt, dass es nicht ausgereicht hat.

Was die Ernte betrifft, so können alle Gemüse geerntet werden, die auch schon Ende Juli reif waren. Der Römersalat und der Knollenfenchel allerdings haben angefangen zu schießen und mussten aufgebraucht werden. Geschossenen Kopfsalat muss man nicht wegwerfen. Wir haben aus Strunk und Blätter eine Salatsuppe gemacht (Rezept siehe hier!).

Noch ein Wort zu den Tomaten: Die Tomatenernte ist jetzt im vollen Gange. Wenn alle Früchte des untersten Fruchtstandes abgeerntet sind, schneide ich den leeren Strunk ab ebenso wie alle Blätter unterhalb und biete so der Braunfäule wenig Angriffsfläche. Letztere wird durch einen Pilz im Boden verursacht, der zuerst die unteren Blätter befällt, und zwar dadurch, dass die Sporen mit Regentropfen vom Boden hochspritzen. Mitte August sollte man auch den Spitzentrieb abschneiden, weil die Früchte aus den Blüten, die jetzt noch entstehen, bis zum Herbst nicht mehr ausreifen können. Tomaten (mit Ausnahme vom Buschtomaten) müssen immer gestützt werden, um Halt zu finden. Die gängigen Spiralstäbe, die ich auch benutze, haben den Vorteil, dass man die Pflanzen nicht festbinden muss. Nachteilig ist jedoch, dass sich der Stab bei Wind verbiegt. Deshalb habe ich die Stäbe früher mit Stöcken und Bindfäden festgebunden. Dies hat aber den Zugang zum Beet erschwert. Wie auf dem Foto zu sehen ist, habe ich in diesen Jahr zusätzlich einen Eisenstab in den Boden geschlagen und ihn mit Draht am Spiralstab befestigt. Dadurch ist das Problem gelöst.

Zwei Dinge sind übrigens im August noch zu erledigen: Die restliche Brennnesseljauche (falls noch vorhanden) für die Düngung des Spätkohls sollte jetzt verbraucht werden. Später können die Pflanzen sie nicht mehr nutzen. Außerdem muss jetzt der Feldsalat für die Winterernte gesät werden. Sät man ihn im September, wird er in der Regel erst von Februar bis März groß genug für die Ernte, was allerdings auch in Ordnung ist, wenn man das so beabsichtigt. Das Auskeimen lässt sich durch ein über die Saat gebreitetes Tuch optimieren, dass gleichmäßig feucht gehalten wird, bis die kleinen Pflänzchen sichtbar werden. Danach entfernt man das Tuch, weil die Pflanzen nun Licht brauchen.

Weitere wichtige Anbaudetails zu den einzelnen Gemüsen sind hier und Kochrezepte hier zu finden!

26 Jul

Ferienbeginn

Mit neuen Rekordtemparaturen hat uns die zweite Hitzewelle in diesem Jahr fest im Griff. Nach Prüfen der Bodenfeuchtigkeit in unserem Musterbeet habe ich mich gestern morgen entschlossen zu wässern, und zwar indem ich das Wasser aus dem Schlauch in hartem Strahl zwischen die Reihen durch den Mulch hindurch gespritzt habe (weitere wichtige Tips zum Gießen siehe hier!).

Unser Gemüse braucht keine tägliche Pflege, so wie Haustiere dies erfordern. Im Sommer können wir unbesorgt eine  Woche (je nach Wetterlage auch 2 Wochen) in Urlaub gehen, ohne das es Schaden nimmt. Die Mulchdecke hält die Feuchtigkeit lange im Boden. Während der Abwesenheit wird nur viel Gemüse reif, das dann auf einmal verarbeitet werden muss. Als wir letzte Woche zurück kamen, gab es vor allem viele Tomaten und Gurken, die wir ernten mussten. Die meisten Tomaten haben wir zu Tomatensoße verarbeitet (Rezept siehe hier!), die Gurken wurden eingelegt (siehe hier!).

Aus dem Beet ernten wir zur Zeit: Lauchzwiebeln, Karotten, Tomaten, Mangold und Knollenfenchel. Auch ein Teil unserer Frühkartoffeln sind noch im Lager.

Fleischtomaten, Auberginen, Paprika und Gurken wachsen bei uns im Gewächshaus und werden Zug um Zug ebenfalls reif für die Ernte. Details zum Anbau aller Gemüsearten sind im Kapitel “Gemüse in Einzelportraits” dargestellt (siehe hier!). Ein geniales mediterranes Gericht ist die Auberginenpfanne mit Schmorgemüse und Lammkarree (siehe Foto). Das Rezept ist hier! zu finden. Dazu können wir die Gemüse aus dem Gewächshaus gut verwenden.

15 Jul

Sommerzeit ist Haupterntezeit

Mit dem Juli beginnt die 2. Jahreshälfte. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um den aktuellen Stand des Gemüseanbaus in unserem Musterbeet der Reihe nach zusammenzufassen.

Unser Musterbeet nach Anbauplan Mitte Juli (Reihe 1 -16)

Siehe dazu auch unseren Anbauplan hier! Seite nach unten scrollen!

Reihe 1: Hier habe ich die Pflücksalatmischung “Baby-Leaf” gesät und dazwischen Rettich. Der Rettich ist komplett verbraucht, der Pflücksalat schon mehrmals geschnitten und für Salate benutzt worden.

Reihe 2: Die Brokkolireihe ist abgeerntet. Jetzt habe ich Erbsen gesät, die gerade gekeimt sind.

Reihe 3: Die Lauchzwiebeln sind bleistift- bis daumendick. Die größeren können also bei Bedarf in der Küche verwendet werden. Erst im Herbst werden alle verbraucht sein.

Reihe 4: Die Zuckerschoten sind längst aufgenommen und verwertet. An ihrer Stelle habe ich vorgezogenen Spätkohl gepflanzt.

Reihe 5: Die Karotten sind gut geworden. Nur die größten suchen wir bei Bedarf aus und ernten sie. Die kleinen dürfen weiter wachsen.

Reihe 6: Die Freilandtomaten sind jetzt ca. 1,50 m groß und die ersten Früchte werden rot. Die Seitentriebe in den Blattachseln geizen wir weiter aus. Der dazwischen gesäte Winterrettich ist erst ca. 5 cm hoch und muß bald verzogen werden.

Reihe 7: Der noch dünne Lauch ist durch ein feinmaschiges Netz vor Lauchfliegen geschützt. Erst im Spätherbst und  Winter, wenn die Lauchzwiebeln verbraucht sind (siehe Reihe 3), wird er nach und nach geerntet.

Reihe 8: Die Frühkartoffeln habe ich Anfang Juli ausgegraben. Sie lagern jetzt im kühlen Keller und werden sukzessive verbraucht. Als Folgekultur ist Zuckerhut vorgesehen. Die kleinen Pflänzchen keimen gerade.

Reihe 9: Die Pastinaken haben mit ca. 50 cm bereits ihre volle Höhe erreicht aber bisher nur dünne Pfahlwurzeln ausgebildet, die bis zum Winter langsam an Dicke zunehmen.

Reihe 10: Für die Tomaten siehe Reihe 5! Als Zwischenkultur habe ich laut Plan Steckrüben vorgesehen, die leider schlecht gekeimt sind. Hinzu kam, dass die Amseln und Drosseln die wenigen gekeimten Pflänzchen zugescharrt haben. Deshalb habe die Reihe mit hochkant gesetzten Brettern eingerahmt und die Steckrüben nachgesät. Speziell diese beiden Vogelarten scharren gern im Mulch auf der Suche nach Würmern. Meist ist das kein Problem, nur bei frisch gekeimten Pflänzchen halt unerwünscht. Statt der Bretter kann man die Saat auch mit einem Netz schützen.

Reihe 11: Der Mangold ist schon wieder nachgewachsen. Einen Teil haben wir bereits für eine Mahlzeit verbraucht. In die Lücken dazwischen wurde Fenchel gesät.

Reihe 12: Nach der Ernte der dicken Bohnen nutze ich die Reihe jetzt für Spätkohl und Sellerie, der erst ab Oktober reif werden wird.

Reihe 13: Dies ist wieder eine Karottenreihe. Siehe dazu Reihe 5:

Reihe 14: Die Reihe ist wieder mit Tomaten bepflanzt. Dazwischen sind Steckrüben gesät, die zur Zeit ca. 5 cm hoch sind.

Reihe 15. Die Winterzwiebeln hängen bereits im Schuppen um zu trocknen. Nach der Zwiebelernte sind hier vor 2 Wochen Radicchio und Römersalat gesät worden.

Reihe 16: Vom Frühkohl ist ein Weißkohl, ein Rotkohl und ein Blumenkohl übrig. Wenn beide geerntet sind, werde ich dort nach Plan Buschbohnen säen.

Reihe 17: Siehe Reihe 13 und 5!

Reihe 18: Zwischen den Tomaten ist hier Sellerie gepflanzt, der jetzt ca. 15 cm hoch ist.

Reihe 19: Karottenreihe. Wie in Reihe 5.

Reihe 20: Die Frühkartoffeln sind im Lager, der als Nachkultur gesäte Chinakohl  keimt gerade.

Reihe 21: Radicchio und Römersalat sind frisch gesät (siehe auch Reihe 15).

30 Mai

Ende Mai

Nach den Eisheiligen ist im Gemüsegarten immer viel zu tun. Weil es in den letzten Tagen mehrmals ausgiebig geregnet hat, wird das Gemüse jetzt gut wachsen, obwohl der Mai bisher kühler als im letzten Jahr war. Die Fläche zwischen den Reihen, auf der Spinat stand,  habe ich  mit einer Schicht Mulch bedeckt. Die Vorteile des Mulchens sind im Kapitel “Bodenpflege: Kompostierung und Gründüngung” beschrieben (siehe hier!).

Unser Musterbeet Ende Mai

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die Arbeiten in den einzelnen Gemüsereihen des Anbauplans zusammenzufassen. Bevor ich dort arbeite, lege ich dazwischen Bretter aus, auf die ich treten kann. Dadurch vermeide ich, dass sich der Boden durch das Betreten des Mulchs verdichtet.

Reihe 1: Der Pflücksalat ist in 1 – 2 Wochen so weit, dass er sukzessive geentet werden kann. Bis dahin werden werden wir Kräuter für Salate verwenden, z.B. Zitronenmelisse, Sauerampfer, Gundermann, Rucola, Petersilie, Schnittlauch oder Basilikum aus dem Gewächshaus.

Reihe 2: Hier habe ich als Vorkultur vorgezogenen Brokkoli gepflanzt. Wenn er abgeerntet ist, werde ich dort Erbsen säen. Details zum Brokkoli-Anbau siehe hier!

Reihe 3: Die bereits im März direkt in die Reihe gesäten Lauchzwiebeln habe ich letzte Woche auf Abstände von  ca. 10 cm in einer Doppelreihe verzogen. “Verziehen” heißt, dass man die Pflänzchen, die zu dicht stehen, in die Lücken setzt, in denen zu wenige  gekeimt sind. Näheres zum Anbau von Lauchzwiebeln siehe hier!

Reihe 4: Die Zuckerschoten sind jetzt ungefähr 60 cm hoch und mit Rankhilfen versehen. Sie blühen bereits. Weiter zum Zuckerschotenanbau!

Reihe 5: Die Radieschen habe ich abgeerntet und die Karotten verzogen und in den Lücken nachgesät. Zum Karottenanbau siehe hier!

Reihe 6: Hier habe ich 3 Tomaten gepflanzt. Dazwischen muss noch Winterrettich gesät werden. Details zum Tomatenanbau siehe hier und zum Rettichanbau hier!

Reihe 7: Der Lauch ist bereits auf Abstände von 10 cm in Doppelreihe verzogen worden. Danach habe ich ein feinmaschiges Netz über einem Rahmen um die Pflanzen gelegt. Dies ist das einzige wirksame Mittel, um die Lauchmotte von der Eiablage an den Lauchpflanzen abzuhalten. Weiter siehe hier!

Reihe 8: Die Frühkartoffeln sind gut gewachsen und bereits vor 2 Woche angehäufelt worden. Zum Anbau von Kartoffeln siehe auch hier!

Reihe 9: Die Pastinaken müssen auf Abstände von ca. 20 cm verzogen werden. Näheres zu Pastinaken ist hier zu finden.

Reihe 10: Hier stehen 3 Tomaten. Dazwischen müssen noch Steckrüben gesät werden. Zum Steckrübenanbau siehe hier!

Reihe 11: Die ersten Frührettiche sind bereits reif und können geerntet werden. Der Mangold dazwischen ist schlecht gekeimt. Ihn muss ich nachsäen. Weiter zum Anbau von Mangold.

Reihe 12: Die Dicken Bohnen sind jetzt ca. 60 cm hoch und haben angefangen zu blühen. Die Pflanzen werden im Frühjahr praktisch immer von der schwarzen Bohnenlaus befallen. Ich bekämpfe sie nur insoweit, dass ich die Triebspitzen ausbreche. Details zum Anbau von Dicken Bohnen siehe hier!

Reihe 13: Karotten. Siehe Reihe 5!.

Reihe 14: Tomaten und Steckrüben. Siehe Reihe 10!

Reihe 15: Die im letzten Winter gesteckten Zwiebeln sind gut gewachsen. Einzelne können bei Bedarf bereits in der Küche verwendet werden. Komplett ernten wir die Reihe erst ab, wenn das Laub abknickt. Weiter zum Zwiebelanbau!

Reihe 16: Die vorgezogenen Frühkohlpflanzen haben sich bereits gut entwickelt. In 1 – 2 Wochen werden sie mit verdünnter Brennesseljauche nachgedüngt. Details zum Kohlanbau finden sich den Kapiteln “Blumenkohl, Rotkohl, Weißkohl und Wirsing.”

Reihe 17: Karotten. Siehe Reihe 5!

Reihe 18: 3 Tomaten. Dazwischen habe ich vorgezogenen Sellerie gepflanzt.

Reihe 19: Karotten. Siehe Reihe 5!

Reihe 20: Frühkartoffeln. Siehe Reihe 8!

Reihe 21: Wintersteckzwiebeln. Siehe Reihe 15!

 

14 Mai

Die Eisheiligen

Die letzte Woche war kühl und regnerisch. Pünktlich zum Ende der Eisheiligen ist jetzt aber wärmeres Wetter angesagt. Das heißt, wir können in den nächsten Tagen auch die wärmeliebenden Pflanzen ins Freie pflanzen.

Die am 30. April beschriebenen Arbeiten habe ich inzwischen alle durchgeführt. Unter anderem ist der meiste Spinat geerntet, und die Senfreihen sind abgehackt. Die Erbsen haben Rankhilfen und die Kartoffeln sind angehäufelt. Die dicken Bohnen habe ich mit Pfählen und Bindfäden so gesichert, dass sie bei Starkwind nicht umfallen. Noch geerntet werden müssen die letzten Radieschen.

Radieschen und Karotten im Mai

Danach kann ich die Karotten auf Abstände von ca. 10 cm vereinzeln und dort nachsäen, wo es Lücken gibt. Amseln und Drosseln hacken manchmal gern im Mulch herum und wühlen junge Saaten zu. Dann schütze ich die kleinen Pflänzchen mit zwei hochkant stehenden Brettern. Man kann natürlich auch ein Netz zum Schutz der Saaten nehmen. Weil es im Gewächshaus keine Nachtfröste gibt, habe ich Basilikum, Paprika, Auberginen und Gurken dort bereits Ende April eingepflanzt. Auch die Fleischtomaten lasse ich immer unter Glas wachsen, weil sie im Freien erst spät fruchten. Um die vorgezogenen Tomaten aus dem Gewächshaus, die für das Freiland vorgesehen sind abzuhärten, habe ich sie heute schon einmal draußen an einen windgeschützten Platz gesetzt.

30 Apr

Alles neu macht der Mai

Schon das Sprichwort sagt: “Alles neu macht der Mai!”. Dies ist ein Hinweis darauf, dass die wichtigsten Einsaaten und Pflanzungen für die Sommersaison im Mai durchgeführt werden. Wie auch schon im letzten Jahr ist das Wachstum im Gemüsegarten wegen des warmen Aprils ca. 2 Wochen weiter als im langjährigen Mittel.

Ein markanter Wendepunkt im Gartenjahr wird durch die Eisheiligen markiert. Sie stellen den tatendurstigen Gärtner jedes Jahr auf eine harte Geduldsprobe. Nach dem Kalender sind sie vom 11. bis 15. Mai, und die statistische Auswertung von langjährigen Messungen hat gezeigt, dass von da an die Wahrscheinlichkeit von Nachtfrösten extrem gering wird. Auch wenn das Wetter vorher warm und sonnig ist, kann Kaltluftzustrom aus dem Norden noch bis Mitte Mai zu nächtlichen Frosteinbrüchen führen, die frostempfindlichen Pflanzen schaden.

In den nächsten Tagen ist einiges zu tun. Der Spinat zwischen den Reihen ist jetzt groß genug und kann Zug um Zug geerntet werden. Dazu schneide ich ihn direkt über den Wurzeln ab und verwende die Blätter in der Küche (Rezepte siehe hier!). Der Rest wird blanchiert und eingefroren. Danach hacke ich die Wurzeln ab. Auch den Gelbsenf, den ich als Vorkultur für Kohl und Tomaten gesät habe, werde ich demnächst abhacken und ihn auf der Fläche verrotten lassen. Die Bedeutung von Spinat und Gelbsenf in unserer Mischkultur ist auch im Kapitel Bodenpflege beschrieben (siehe hier!). Dann decke ich die Fläche zwischen den Reihen Zug um Zug mit ungesiebtem Schnellkompost aus den Thermokompostern ab.

Als nächstes nehme ich mir Reihe für Reihe vor für die anschließenden Arbeiten (siehe auch den Anbauplan im Kapitel Gemüsemischkultur: Viel Ertrag auf kleiner Fläche). Als erstes habe ich den vorgezogenen Brokkoli eingepflanzt. Falls es in den Reihen für Lauchzwiebeln, Pastinaken und Lauch große Lücken gibt, muss nachgesät werden. Die Zuckerschoten sind jetzt ca. 20 cm hoch. Sie sind bereits angehäufelt worden und haben Rankhilfen bekommen. Die Radieschen in den Karottenreihen können wir bei entsprechender Größe schon ernten. Wenn sie zu lange im Beet bleiben, platzen und schießen sie. Hat man zu viele reife Radieschen auf einmal und kann sie nicht alle verwenden, so gibt es die Möglichkeit, daraus eine Cremesuppe zu kochen. Das Grün lässt sich für die Suppe mitverwenden. Als Rezept nehmen wir das der Rettichsuppe (siehe hier!). Wenn die Radieschen geerntet sind, müssen die Karotten auf Abstände von ca. 10 cm verzogen werden, d.h. zu eng stehende Pflänzchen werden herausgezogen. Falls es größere Lücken in der Reihe gibt, müssen wir nachsäen. Auch die dicken Bohnen werden angehäufelt, damit sie einen besseren Stand haben. Wenn sie ca. 40 cm hoch sind, sichere ich sie zusätzlich mit Stöcken und einer Schnur, die verhindert, dass sie bei starkem Wind umfallen. Die Frühkartoffeln werden ebenfalls angehäufelt. Sie fallen dann nicht auseinander und setzen mehr Knollen an. Zuletzt werde ich den Spätkohl an einer freien Stelle außerhalb des Beetes direkt ins Freie aussäen. Im Einzelnen sind dies Wirsing, Rotkohl, Blumenkohl und Rosenkohl. Weil nur wenige Kohlpflanzen in unserem Beet Platz haben, sind auch nur wenige Samen erforderlich.

Jetzt ist es auch Zeit, Brennesseljauche anzusetzen. Diese benötige ich, wenn ich nach den Eisheiligen die vorgezogenen Tomaten und den vorgezogenen Frühkohl pflanze. Nur die Starkzehrer im Beet benötigen diese zusätzliche Düngung. Brennesseljauche ist deshalb zu empfehlen, weil sie viel Stickstoff und Mineralien enthält, und weil die Düngewirkung schnell eintritt. Für die Herstellung legen wir abgeschnittene Brennnesseln in einen großen Kübel, bis er voll ist. Dann füllen wir ihn mit Wasser auf. Wenn ich Schachtelhalm im Garten finde, gebe ich ihn dazu. Das Verhältnis soll ca. 10 l Wasser auf 1 kg Brennnesseln betragen. Wer den Jauchengeruch nicht mag, gibt eine Handvoll Gesteinsmehl oder 2 Hände voll Schafgarbe mit hinein. Dann Behälter schließen, gelegentlich umrühren und das Gemisch mindestens zwei Wochen ziehen lassen.

Weitere Details zum Anbau der genannten Gemüsearten finden sich hier!

07 Apr

Anfang April

In der letzten Zeit hatten wir abwechselnd kühlere und wärmere Perioden, also nichts Unübliches für diese Jahreszeit. Weil meine Saaten gut gekeimt sind, habe ich das Flies entfernt.  Für die Katzen aus der Nachbarschaft wird die Fläche uninteressant, sobald die Saat aufgegangen ist. Jetzt ist es Zeit, um Lücken in den Reihen nachzusäen. Dazu lege ich jeweils 2 Bretter zwischen Spinat und Gemüsereihe, damit ich die Lücken gut erreichen kann, ohne die bereits gekeimte Saat zu beschädigen. Auf dem Foto ist im Vordergrund sehr gut die im Spätherbst gesetzte Wintersteckzwiebelreihe zu sehen. Auch die Senfreihen, die als Vorkultur für die Tomaten gesetzt sind, sind schon gut gewachsen. In der Bildmitte sind die dicken Bohnen jetzt ca. 5 cm hoch.

Vorgezogene Pflanzen Anfang April im Gewächshaus

Seit 10 Jahren habe ich auch ein kleines Gewächshaus, das sich an die Südfront des Hauses anlehnt. Ich benutze es als Kaltgewächshaus, d.h. es wird nicht beheizt. Wenn ich eine Heizung einbauen würde, bräuchte ich auch künstliches Licht im Winter. Dies ist mir zu aufwendig und für meine Zwecke auch nicht erforderlich. In jedem Jahr ziehen meine vorgezogenen Pflänzchen Anfang April von der Fensterbank ins Gewächshaus um. Dies gilt für Tomaten, Auberginen, Paprika, Tomaten, Frühkohl und Sellerie. Im Sommer wachsen dort nur die mediterranen Gemüse sowie Gurken und Basilikum. Die Fleischtomaten bleiben im Gewächshaus, weil sie draußen sehr spät reifen, die übrigen Tomatensorten kommen nach den Eisheiligen ins Mischkulturbeet. Frühkohl, Brokkoli und Kohlrabi pflanze ich ebenfalls im Mai ins Freiland. Unter Glas kann ich bei den mediterranen Gemüsen regelmäßig mit guten Ernten rechnen. Ein Nachteil ist aber, dass im Gewächshaus häufiger mit Schädlingen und Krankheiten zu rechnen ist als in der Mischkultur draußen, vor allem mit Läusen bei Auberginen und Paprika und mit echtem und falschem Mehltau bei den Gurken. Details zum Anbau der einzelnen Gemüsearten siehe hier!

Den Boden des Gewächshauses bereite ich jetzt erst einmal vor, indem ich ihn mit Grabegabel und Hacke lockere. Die Mulchreste vom letzten Jahr bleiben einfach liegen. Weil im Winter selten gegossen wird, ist die Erde meist zu trocken. Deshalb gieße ich die gesamte Fläche gründlich, um das Bodenleben zu aktivieren. Die Tomatenpflanzen im Haus sind inzwischen groß genug, um sie in größere Töpfe umzupflanzen und auf den Boden des Gewächshauses umzusiedeln. Sie machen den Platz im Haus frei für Gurken, Zucchini und Kürbisse, die ich jetzt in kleine Töpfe säe und unter Folie auf die Heizung setze. Sobald sie gekeimt sind, kommen sie auf die Fensterbank ins Licht.